Wirtschaft : Wie bekomme ich mein Geld zurück?

Was Kunden tun können, die von der Pleite der Fluglinie Aero Lloyd betroffen sind

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Für die Spieler des FC Bayern München war die Sache klar: Nach der Pleite des offiziellen Flugpartners Aero Lloyd mietete der Verein einfach eine andere Maschine, um am Montag zum ChampionsLeague-Spiel nach Lyon zu fliegen. Weniger klar ist die Rechtslage für die vielen Passagiere von Aero Lloyd. Denn ihre Ansprüche hängen davon ab, ob sie als Pauschalreisende unterwegs sind oder nur einen Flug gebucht hatten.

Die Kunden von Reiseveranstaltern wie LTU oder Tui – sie machen 80 Prozent der Aero-Lloyd-Kunden aus – sind durch den gesetzlich vorgeschriebenen Reiseinsolvenzschutz für Pauschalreisen abgesichert. Bei ihnen muss der Veranstalter Sorge tragen, dass die Kunden zum Urlaubsort hin und wieder zurückkommen. Tui und Thomas Cook haben am Donnerstag bereits Ersatzflugzeuge eingesetzt. Die Kosten trägt der Veranstalter. Bei erheblichen Verzögerungen müssen die Veranstalter von Pauschalreisen auch für die Kosten zusätzlicher Hotelübernachtungen oder Verpflegung aufkommen. Sollten sie ihrer Pflicht nicht nachkommen, können Reisende grundsätzlich auch selbst einen teuren Linienflug buchen – zumindest dann, wenn es keine preiswerte Alternative im Charterflieger gibt. Wesentlich teuer wird die Pleite für Kunden, die bei Aero Lloyd nur den Flug gebucht haben. „Sie müssen sich einen Ersatzflug selbst organisieren und diesen auch bezahlen“, sagt eine Aero-Lloyd-Sprecherin. Möglicherweise können diese Kosten später aus der Konkursmasse erstattet werden – die Chancen sind allerdings gering. pet

Die Fluggesellschaft Aero Lloyd und die großen Reiseveranstalter haben spezielle Telefonnummern für ihre betroffenen Kunden geschaltet:

Aero Lloyd: (06171) 625-200

Thomas Cook: (01803) 100-380

Tui: (0511) 567-8000

LTU: (089) 2525-2200

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