Wirtschaft : Wie die Finanzierung funktioniert

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Das Land Berlin förderte bis 1997 den sozialen Wohnungsbau, indem es sich zunächst verpflichtete, 15 Jahre lang die Differenz zwischen Sozialmiete und Kostenmiete zu zahlen. Durch festgeschriebene jährliche Mieterhöhungen von 13 Cent pro Quadratmeter sinkt die Belastung. Doch weil die Sozialmiete unter der wenig gestiegenen Marktmiete bleiben soll, ist der Abstand zu den Kostenmieten hoch geblieben. Bei Kostenmieten von bis zu 18 Euro je Quadratmeter zahlen die Mieter in Sozialbauwohnungen zurzeit nur 4,50 Euro pro Quadratmeter.

Ein großer Kostenblock, die Zinsen, fällt erst durch die Tilgung nach 30 Jahren weg. Aus Förderbedingungen und Äußerungen der Berliner Landesregierung schlossen die Investoren, es werde weitere 15 Jahre gefördert. Auf dieser Basis wurden geschlossene Fonds aufgelegt, die – scheinbar – 30 Jahre Einnahmesicherheit boten. Das Finanzierungsschema: Rund 30 Prozent Eigenkapital, 40 Prozent so genannte 1aDarlehen, für die das Objekt als Sicherheit dient, weiter 30 Prozent durch das Land verbürgte 1b-Darlehen.

Die Ausschüttungen sind gering. Die Rendite kommt aus teils mehr als 200 Prozent anfänglicher Verlustzuweisung, die dazu führte, dass Spitzenverdienern die Einlage vom Finanzamt zurück erstattet wurde. Rrl/HB

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