Wirtschaft : Wie die Unternehmen rechnen

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Mit ihren Plänen zu einer Gleichstellung der Geschlechter bei Versicherungen hat sich EUKommissarin Diamantopoulou verrechnet, sagt die Branche. So würden Policen für alle Kunden teurer, statt für Frauen günstiger. Denn bisher gleichen sich der Branche zufolge Vor- und Nachteile für Frauen aus. Bei der privaten Renten- und Krankenversicherung müssen sie zwar mehr zahlen als Männer, bei der Auto-, Risikolebens- und Kapitallebensversicherung kommen sie dafür billiger weg. Würden Unisex-Tarife eingeführt, müssten Tarife für Männer zum Teil steigen, um die statistisch höheren Kosten für Frauen zu decken. In diesem Fall greift das, was die Versicherungen „negative Risikoselektion“ nennen: Sie gehen davon aus, dass viele Versicherte aus Angst vor höheren Kosten ihre Policen kündigen und andere erst gar keine mehr abschließen. Um dies auszugleichen, wäre die Branche nach eigenen Angaben bei ihrer Preisgestaltung gezwungen, vom „ungünstigsten Fall“ auszugehen – nämlich, dass alle Versicherten Frauen sind. lob

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