Wirtschaft : Wie Fenster ihre Qualitäten preisgeben

Überlegt ein Hauseigentümer oder eine Eigentümergemeinschaft, wie der Hülle, in der sie wohnen, ein dichterer Anzug verpasst werden kann, bleibt meist nur der Schluss: Ein Fachmann muss her. Ein Energieberater, ein Bauingenieur, ein Architekt. In der Folge wird der Laie jedoch mit Begriffen überhäuft, die er oft nicht zu werten weiß. Hier eine Hilfestellung:

Zwangsläufig stolpert man beim Thema Wärmedämmung über die Begriffe U-Wert und k-Wert. Besonders dann, wenn Fenster ausgetauscht werden sollen. Sind U-Wert und k-Wert eigentlich dasselbe? Ja. Wurde in der Vergangenheit der Begriff k-Wert verwendet, ist dieser durch U-Wert abgelöst. Er bezeichnet den sogenannten Wärmedurchgangskoeffizienten U. Er gibt die Energiemenge an, die durch ein Material mit einer Fläche von einem Quadratmeter fließt. Im Klartext: je kleiner der U-Wert, umso weniger Energie bewegt sich von einer Seite (Wohnung) zur anderen Seite ( Hauswand).

Besonders drastisch kann man die Auswirkungen eines U-Wertes bei Fenstern veranschaulichen, da hier die Unterschiede enorm sind. Beispiel: Bei einer Raumtemperatur von 20 Grad Celsius und einer Außentemperatur von minus 5 Grad ist die Temperatur direkt auf der Innenseite des Glases gemessen bei einem alten, einfach verglasten Fenster (U-Wert 5–6) nur etwa ein Grad. Bei einer Zweischeiben-Wärmeschutzverglasung mit einem U-Wert vom Fenster von 1,2 ist die Temperatur an der Scheibe bereits 16,5°C und mit einer Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung mit einem Fenster-U-Wert von 0,9 misst man behagliche 19°C an der Innenscheibe.

Der U-Wert bzw. k-Wert lässt sich bei den meisten, mindestens doppelt verglasten Fenstern im Inneren des Rahmens ablesen. Auf der häufig silbrigen Metallschiene im Inneren der Fensterscheiben steht für gewöhnlich ein Wert aufgedruckt. Ist dieser U-Wert schlechter als etwa 1,3W/(m²K) sollte eine Fenstersanierung ins Auge gefasst werden. Tsp

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