Wirtschaft : Wie man Energie spart – und wer hilft

Lisa Bogdanoff/Heike Jahberg

Wer wissen will, wie er zu Hause Strom sparen kann, sollte einen Energieberater konsultieren. Die Auswahl ist groß.

Verbraucherzentrale. Die VZ Berlin bietet an drei Tagen in der Woche eine Beratung in der Geschäftsstelle (Hardenbergplatz 2) an, diese kostet fünf Euro, für sozial schwache Haushalt ist der Service kostenlos. Bei Bedarf machen die Verbraucherschützer auch Hausbesuche: Neben dem Basischeck und dem individuellen Fallmanagement (siehe nebenstehenden Artikel) gibt es auch einen Gebäude- (20 Euro) und einen Brennwertcheck (30 Euro). Informationen unter www.vz-berlin.de).

Private Unternehmen. Auch private Unternehmen, die sich auf Energieberatung spezialisiert haben, kommen ins Haus. Allerdings können die Kosten für ein Zweifamilienhaus mehrere hundert Euro betragen, dafür kommen die Gutachter aber bei Bedarf auch mehrfach, und das Bundesamt für Wirtschaft unterstützt die Beratung mit Zuschüssen (www.bafa.de).

Stromsparhelfer. Einkommensschwache Haushalte bekommen eine Energiesparberatung vor Ort zum Nulltarif. Bei karitativen Unternehmen wie der Caritas oder der Arbeiterwohlfahrt werden Arbeitslose zu Energiesparberatern weitergebildet. Diese Stromsparhelfer gehen dann in die Haushalte und beraten die Mieter.

Stromversorger. Man kann sich aber auch auf eigene Faust informieren. So bietet etwa Vattenfall einen Stromsparcheck im Internet an (www.vattenfall.de).

RICHTIG KAUFEN

Wer Strom sparen will, sollte damit schon im Laden beginnen. Beim Neukauf von Haushaltsgeräten sollte man etwa stets auf die Energie-Effizienzklasse achten und das jeweils beste Gerät wählen – egal, ob Kühlgerät, Waschmaschine, Herd oder Geschirrspüler.

RICHTIG WASCHEN

Waschmaschine und Geschirrspüler immer voll beladen, Waschmaschinen bei niedrigen Temperaturen laufen lassen. Ein 30- oder 40-Grad-Programm verbraucht 20 Prozent weniger Strom als die 60-Grad-Wäsche.

RICHTIG ANSCHLIESSEN

Wer sein Wasser nicht mit Strom erwärmt, sondern etwa über eine Solaranlage, sollte Waschmaschine und Geschirrspüler direkt ans Warmwasser anschließen. Dann entfällt das teure Aufheizen. Bei Wäschetrocknern sollte man Geräte mit Wärmepumpen kaufen, die die Abwärme nicht verschwenden, sondern zum Trocknen einsetzen. Solche Geräte sind zwar teurer, sparen aber zwischen 40 bis 60 Euro Stromkosten im Jahr.

RICHTIG KÜHLEN

Beim Kühlschrank reicht eine Temperatur von sieben Grad, jedes Grad weniger treibt die Kosten um sechs Prozent in die Höhe. Sind die Geräte vereist, sollte man sie möglichst schnell abtauen. Und: Nutzen Sie die verschiedenen Klimazonen im Kühlschrank. Oben ist es relativ warm, in der Mitte wird es kälter, unten herrschen die niedrigsten Temperaturen, im Gemüsefach ist es dagegen wieder mild. Geräuchertes wie Salami und Schinken kommen in das obere Drittel, Käse und andere Milchprodukte in die Mitte, Fleisch sollte man am besten in Nähe des Verdampfers auf der Glasplatte lagern. Lisa Bogdanoff/Heike Jahberg

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