Wirtschaft : Wie viel ein Abschluss wert ist Ratgeber helfen bei Gehaltsverhandlungen

Viele Hochschulabsolventen beschäftigen sich erst nach ihrem Abschluss zum ersten Mal mit dem Thema Gehalt. Und dann fällt es ihnen oft schwer, einzuschätzen, wie viel ihr Abschluss auf dem Markt wert ist. „Die meisten Studenten sind nach ihrem Abschluss unsicher, was sie in ihrem ersten Job verlangen können“, sagt Gehaltscoach Martin Wehrle, der ein Buch zum dem Thema geschrieben hat („Geheime Tricks für mehr Gehalt – Ein Chef verrät, wie Sie Chefs überzeugen“, 221 Seiten, Econ Verlag, 20 Euro).

Dabei lässt sich – statistisch gesehen – ganz leicht herausfinden, wer was verdient. „Mal angenommen, es geht nur ums Geld: Dann ist völlig klar, was Hochschulabsolventen machen sollten“, sagt Heike Friedrichsen von Personal-Markt, die Gehaltsdaten von Arbeitnehmern sammeln und auswerten. „Sie sollten ein ingenieur-, natur- oder wirtschaftswissenschaftliches Fach studieren, promovieren und in die Industrie gehen“, so Friedrichsen, die mehrere Ratgeber zum Thema Gehalt geschrieben hat (etwa: „Die erfolgreiche Gehaltsverhandlung. Wichtige Tipps für Einsteiger, Aufsteiger und Umsteiger“, 125 Seiten, Cornelsen-Verlag, 6,95 Euro). Schaut man sich die Gehälter allein nach Hochschulabschlüssen an, verdienen die Doktoren unter den Hochschulabsolventen am meisten. „Mit einer Promotion steigt man im Durchschnitt mit 50 000 Euro brutto im Jahr ein“, sagt Friedrichsen. „Allerdings startet man dort auch meistens deutlich später ins Berufsleben.“ Ein Master-Abschluss bringt etwa 42 000 Euro brutto im Jahr. Und die Bachelor-Absolventen verdienen im Durchschnitt 36 000 Euro brutto im Jahr.

Schaut man sich die Branchen an, würden Hochschulabsolventin in einer Bank am meisten verdienen. „Dort steigt man mit 40 000 und mehr brutto im Jahr ein“, sagt Friedrichsen. Ebenso gut zahlten Unternehmensberatungen, die Chemiebranche, die Pharmaindustrie, die Energiewirtschaft, der Maschinenbau oder die Stahlindustrie, zählt Friedrichsen auf: „Die Mediziner sind mit einem Anfangsgehalt von 46 000 Euro im Jahr die Topverdiener“, sagt Friedrichsen. Dann kämen die Ingenieure (44 000 Euro), Naturwissenschaftler (43 000 Euro), Juristen (42 000) und Wirtschaftswissenschaftler (41 000 Euro). dpa

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