WIKILEAKS : Verärgert über GM

Auch Opel war Thema in den vertraulichen Diplomatenberichten, die Wikileaks im Internet veröffentlichte. Die deutsche Regierung sei schockiert und verärgert gewesen über die Entscheidung des Opel-Mutterkonzerns GM, die Tochter nicht wie geplant zu verkaufen, schrieb US-Botschafter Philip Murphy laut Wikileaks im November 2009. Der oberste Wirtschaftsberater von Kanzlerin Angela Merkel habe ihm berichtet, dass sie über GMs Kehrtwende so wütend gewesen sei, dass sie nicht mit dem damaligen GM-Chef Fritz Henderson telefonieren wollte. Merkel habe stattdessen den Präsidenten angerufen. Sie habe besonders geärgert, dass GM die Bundesregierung nicht frühzeitig vor der letzten Wendung gewarnt habe – dies nach monatelangen arbeitsintensiven Verhandlungen und der Zusage von 4,5 Milliarden Euro an Krediten und Garantien als Gegenleistung für den Erhalt eines großen Teils der Arbeitsplätze und Werke von Opel in Deutschland. vis

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