Wirtschaft : Williams verpatzt den Börsenstart

Aktien des Formel-1-Teams verlieren am Debüttag

Schlecht gelaufen. Williams-Vorstand Adam Parr beim Börsenstart. Foto: dapd
Schlecht gelaufen. Williams-Vorstand Adam Parr beim Börsenstart. Foto: dapdFoto: dapd

Frankfurt am Main - Der britische Formel-1-Rennstall Williams ist mit Schwierigkeiten an der Börse gestartet. Schon kurz nach der Eröffnung am Mittwoch sank die Williams-Aktie deutlich unter 24 Euro – der Ausgabepreis hatte 25 Euro betragen – und schloss schließlich bei 24,30 Euro. „Es ist kein leichter Schritt an den Finanzmarkt“, sagte Williams-Chairman Adam Parr. Williams ist das erste Formel-1-Team, das an die Börse gegangen ist. Der schwache Start hatte sich abgezeichnet: Der Ausgabepreis lag am unteren Ende der zuvor bereits verengten Preisspanne. Auch die Zahl der auszugebenden Aktien hatte der Rennstall angepasst und von 2,7 auf 2,4 Millionen reduziert. Ein Händler zeigte sich nicht überrascht: Der Kurs entspreche seinen Erwartungen, „und es wird für Williams nicht einfacher“, sagte er mit Verweis auf die Branche, deren Geschäftsaussichten schwer einzuschätzen seien. „Die Formel 1 ist sexy, aber das Listing kommt angesichts der Absage des Auftaktrennens in Bahrain zu einem riskanten Zeitpunkt“, hatte ein Analyst gewarnt.

Dabei hatte Williams versucht, vor dem Börsenstart Bedenken zu zerstreuen und betont, dass das Team zuletzt stets ein positives Nettoergebnis eingefahren habe. Doch zu viele Informationen wollte Williams nicht preisgeben – und entschied sich deswegen beim Börsengang für den eher schwach regulierten Entry Standard. Womöglich auch deshalb zeigten Privatanleger so gut wie kein Interesse. Der Börsengang spülte etwa 60 Millionen Euro in die Unternehmenskasse – angepeilt gewesen waren 80 Millionen. dpa/rtr

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