Wirtschaft : Willkommener Preistreiber

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Das Bundesverkehrsministerium und Verbraucherschützer haben sich gegen die Ankündigung einiger Firmen gewandt, wegen der Lkw-Maut die Preise zu erhöhen. „Preistreiber und diejenigen,die die Einführung der Maut zu verdeckten Preiserhöhungen nutzen wollen, werden keine Chance haben“, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Der Einzelhandel nannte Preiserhöhungen durch die Maut unvermeidbar; der Umfang sei aber noch völlig offen. Nach der Post hatten weitere Unternehmen wie der Kosmetikkonzern Beiersdorf („Nivea“) Preiserhöhungen angekündigt. Die Versandhändler Otto und Quelle sehen dafür keinen Grund. Nach Einschätzung der Verbraucherverbände biete die Maut nur „einen willkommenen Anlass für eine Preiserhöhung, die ohnehin gewollt war.“ Das Verkehrsministerium verwies auf Berechnungen, wonach etwa ein Becher Joghurt durch die Maut nur 0,4 Cent teurer werde. Bei einem Fernsehgerät im Wert von 500 Euro betrage der Aufschlag 16 bis 18 Cent, bei einer Einbauküche im Wert von 10 000 Euro seien es rund 12,50 Euro. Da die „Komma-99-Preise in den Läden“ in der Regel gerundete Preise seien, sei damit „durch die Einführung der Lkw-Maut keinerlei Preiserhöhung zu erwarten“, hieß es. Diese Zahlen wies der Hauptverband des Einzelhandels als veraltet und „nicht aussagekräftig“ zurück. Tsp

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