Wirtschaft : Windkraft ist international gefragt

-

Berlin - Das Geschäft mit Windkraftanlagen aus Deutschland läuft gut. Die Branche ist 2005 um 28 Prozent gewachsen, teilten der Bundesverband Windenergie (BWE) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Montag in Berlin mit. Die Wertschöpfung der deutschen Unternehmen legte um rund eine Milliarde auf etwa vier Milliarden Euro zu – und zwar vor allem wegen der hohen Nachfrage aus dem Ausland. Die Exportquote stieg von 59 auf 71 Prozent bei einem stabilen Binnenmarkt.

Der Umsatz mit Windkraftanlagen erreichte weltweit im vergangenen Jahr 10,6 Milliarden Euro. „Mit 38 Prozent am Weltumsatz ist die deutsche Windindustrie Spitzenreiter“, sagte Norbert Giese, Vorsitzender der Windbranche im VDMA und Geschäftsführer der Siemens Wind Power. Das Exportgeschäft wird vor allem von der starken Nachfrage aus den USA angetrieben. Man sei selbst von dem hohen Auftragsvolumen überrascht gewesen, sagte Giese. Seitdem bei mehreren Hurrikanen am Golf von Mexiko Ölplattformen zerstört wurden, investieren die USA verstärkt in Windenergie.

Weltweit werde der Markt für Windkraftanlagen jährlich um ein Viertel wachsen, erklärte Giese. Davon werde die deutsche Industrie auch in Zukunft profitieren. Für 2006 rechne die Branche daher mit ähnlich guten Ergebnissen wie 2005. Außerdem könne man durch so genanntes „Repowering“ – also das Ersetzen alter Windmühlen durch neue, leistungsfähigere Anlagen – auf der gleichen Fläche das Dreifache an Energie gewinnen, sagten die Branchenvertreter. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr etwa fünf Prozent des Stromverbrauchs durch Windkraftanlagen gedeckt. Ziel der Bundesregierung ist es, das bis zum Jahr 2020 mindestens 20 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen kommen. dal

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben