Wirtschaft : Windows XP: Was sonst noch gebraucht wird

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Windows XP ist mehr als ein Betriebssystem, das nur für das Zusammenspiel der Programme mit der Hardware zuständig ist. In das neue Windows wurden Programme integriert, die zuvor einzeln hinzugekauft werden mussten. Wer über einen CD-Brenner verfügt, kann diesen nun direkt nutzen. Auch der MediaPlayer nutzt diese Funktion, wenn es darum geht, die aktuelle Play-Liste auf eine Silberscheibe zu brennen. Hinzugekommen ist überdies ein Programm zum Schneiden von Video-Clips, und auch die Integration des Instant Messengers, der nun auch Videotelefonie erlaubt, ist neu. Für die Fernwartung des Computers ist jetzt ebenfalls kein externes Programm mehr nötig. Gleiches gilt für die Nutzung von Bilderalben.

Während viele gebräuchliche Programme direkt mit Windows XP verfügbar sind, funktionieren andere Anwendungen durch die neue Technik nun nicht mehr. Ältere Versionen von PartitionMagic zum Partitionieren der Festplatte oder so nützliche Programme wie Virtual CD zum Abspielen von CDs von der Festplatte kommen mit der XP-Technik nicht zurecht. Hier hilft nur der Neukauf. Auch ältere Versionen von Kommunikationsprogrammen wie RVS-COM oder cFos fallen dem Systemwechsel zum Opfer. Dies gilt auch für einige systemnah laufende Tool-Sammlungen von Norton oder Symantec. Zudem wird auch das eine oder andere DOS-Spiel nicht mehr einzusetzen sein. Vor dem Umstieg auf XP sollte geprüft werden, welche Programme nicht mehr mit dem neuen System zusammenarbeiten. Nach dem gleichen Muster sollten auch sämtliche Zusatzkomponenten und externe Peripherieprodukte unter die Lupe genommen werden.

XP stellt auch einen Wendepunkt in der Lizenzpolitik dar. Wurde es zuvor noch geduldet, dass eine Windows-Lizenz sowohl auf dem Desktop-Rechner als auch auf einem Laptop eingesetzt wurde, so wird nun für jeden Rechner eine eigene Lizenz benötigt. Um dies sicherzustellen, wurde eine Registrierungspflicht eingebaut, ohne die das System nach einer bestimmten Zeit nicht mehr zu starten ist. Doch die Nummer reicht nicht aus, um ein zeitlich unbefristetes System zu erhalten. Vielmehr muss nun nach der Installation über Telefon oder Internet eine zweite Nummer, die sich aus einem Mix aus Registrierungsnummer und Hardware-Komponenten ergibt, abgerufen werden.

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