Windpark in der Nordsee : Auf seichtem Grund

Siemens kann ein weiteres Windparkprojekt in der Nähe der Nordseeinsel Sylt nicht pünktlich fertig stellen. Diesmal ist der Meeresboden schuld.

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Die Pannenserie bei den Windparkprojekten von Siemens in der Nordsee setzt sich fort: Beim dritten Offshore- Projekt SylWin vor der Insel Sylt habe eine aktuelle Bodenuntersuchung überraschend eine bislang unbekannte Weichbodenschicht am Installationsort aufgezeigt, teilte Siemens am Mittwoch mit. Frühere Bodengutachten hätten keine Hinweise auf eine solche Schicht am Meeresboden enthalten. Als Folge müsse die Plattform SylWin nun deutlich tiefer im Meeresgrund verankert werden – statt bislang 70 Meter nun 106 Meter tief. „Die längeren Bodenanker haben eine längere Produktions- und Lieferzeit. Deshalb verzögert sich die Fertigstellung“, teilte Siemens mit. „Statt im ersten Halbjahr wird die Plattform nun im zweiten Halbjahr 2014 betriebsbereit sein.“ Welche zusätzlichen Kosten das verursacht, dazu wollte Siemens sich nicht äußern.

Bereits die ersten beiden Projekte BorWin2 vor der Insel Borkum und HelWin1 haben sich um mehr als ein Jahr verzögert. Mit rund 600 Millionen Euro haben die Verzögerungen die Siemens-Bilanz insgesamt schon belastet. Nur das vierte Projekt HelWin2 soll 2015 pünktlich ans Netz gehen – bis jetzt.

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