Wirtschaft : Winterreifen

Warum Autofahrer auf das Wetter und den Ölpreis achten sollten

Melanie Hinter

PREIS DER WOCHE

Wenn der Winter naht, sollten Autofahrer zwei Dinge ganz besonders im Auge behalten: das Wetter und den Ölpreis. Denn wenn der erste Schnee erst gefallen ist, ist es zu spät für den Wechsel auf Winterreifen (Foto: dpa): Sie werden dann nämlich richtig teuer, weil alle sie haben wollen. Schlauer ist es, sich schon jetzt, im Herbst, neue Winterreifen zu kaufen. „Im Oktober haben viele Werkstätten und Anbieter Sonderangebote“, sagt Hans-Jürgen Drexler, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbandes des Reifenfachhandels. Abgesehen davon lohnt sich die Anschaffung von Winterreifen auch ohne Schnee. Durch die spezielle Verarbeitung sind sie besser auf niedrige Temperaturen eingestellt als Sommerreifen. Das erhöht die Sicherheit.

Der Preis für Winterreifen ist nach Angaben des Verbandes in diesem Jahr bisher nicht gestiegen. „Die Preise sind stabil geblieben“, sagt Drexler. Gute Winterreifen kosten in der Werkstatt etwa 50 bis 80 Euro - pro Rad versteht sich. Abhängig ist der Preis vom Automodell, vom Hersteller und natürlich von der Geschwindigkeit, für die der Reifen zugelassen ist. „Es gibt Winterreifen, die sind für bis zu 240 Kilometer pro Stunde zugelassen“, sagt Drexler. Weil sie stabiler gebaut sind, kosten solche Raser-Reifen auch schon mal mehr als 80 Euro. Zu dem Materialpreis kommen noch die Kosten für die Montage - etwa 11,50 Euro pro Rad.

Ändern könnten sich die Preise nicht nur, wenn mit dem ersten Schneefall der große Ansturm auf die Werkstätten ansetzt, sondern auch, wenn der Ölpreis steigt. „Wenn die Rohstoffe teurer werden, müssen auch wir die Preise erhöhen“, sagt Drexler. Wer rechtzeitig vorher Winterreifen kauft, kann noch viel Geld sparen.

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