Wirtschaft : Wintershall leidet unter Ölpreisverfall

KASSEL (jsn/HB) Der starke Verfall der Ölpreise hat bei der Wintershall AG in Kassel Spuren hinterlassen.In der Wintershall-Gruppe - einschließlich wesentlicher Tochtergesellschaften, die in den Konzernabschluß der Mutter BASF AG einbezogen werden - sank der Bruttoumsatz um eine 1Mrd.DM auf 8,9 Mrd.DM.Die Wintershall AG will wegen des gesunkenen Rohölpreises für 1999 geplante Investionen in Höhe von 250 Mill.DM verschieben.Das betreffe vor allem Investitionen in Erforschung von neuen Rohöl- und Erdgasvorkommen und deren Förderung, sagte der Vorstandsvorsitzende der Wintershall AG, Herbert Detharding, am Dienstag in Kassel.Insgesamt solle aber mit über einer Mrd.DM in 1999 immer noch mehr investiert werden als im vergangenen Jahr, in dem die Investitionen des Unternehmens und seiner größten Töchter bei 963 Mill.DM gelegen hatten.Detharding zeigte sich optimistisch, daß Wintershall trotz der Preislage auf dem Rohölmarkt 1999 ein "akzeptables Ergebnis" erreichen werde.

Im vergangenen Jahr hatte Wintershall in der AG fast eine Halbierung des Vorsteuergewinns auf 429 Mill.DM von 855 Mill.DM im Vorjahr hinnehmen müssen.Der konsolidierte Gewinn vor Steuern der AG und ihrer wichtigen Töchter war auf 625 (Vorjahr 1014) Mill.DM zurückgegangen.Der konsolidierte Nettoumsatz der AG fiel auf 5,7 (6,7) Mrd.DM.Den Ergebnisrückgang führte Wintershall auf den Verfall des Rohölpreises im vergangenen Jahr zurück.Der Durchschnittspreis für ein Barrel Rohöl sei 1998 im Vergleich zum Vorjahr um sechs Dollar auf 13 Dollar gesunken.Angesichts von Spekulationen über eine Neuordnung des Aral-Gesellschafterkreises bekannte sich Detharding zu der 15prozentigen Beteiligung seines Unternehmens.

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