Wirtschaft : „Wir müssen mit neuen Kursen leben“

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MATHIAS

KAMMÜLLER

ist Geschäftsführer der Trumpf Werk-

zeugmaschinen GmbH + Co KG

Foto: promo

Herr Kammüller, hat Trumpf wegen des starken Euro Einbußen im US-Geschäft?

Trumpf kann Währungseffekte minimieren, indem wir an unserem Standort in den USA produzieren und in Dollar einkaufen. Darüber hinaus sichern wir einen Teil des Währungsrisikos ab. Zieht die US-Konjunktur an, kompensieren wir Kursverluste bei ungesicherten Positionen durch zusätzlichen Umsatz.

Wie wichtig ist der Dollar-Raum für Sie?

Wir erzielen 17 Prozent des Umsatzes auf dem amerikanischen Kontinent. Der Dollar-Raum ist nach dem Euro-Raum unser zweitgrößter Exportmarkt.

Bis zu welchem Euro-Kurs sind Sie abgesichert?

Wir haben bis zum Ende des Geschäftsjahres im Juni über 70 Prozent unserer Dollar-Positionen zu einem Euro von 1,09 Dollar durch Termingeschäfte und Währungsoptionen abgesichert. Bis Dezember 2004 ist dann ein Drittel der Positionen zu diesem Kurs gesichert.

Muss die EZB den Euro bremsen?

Eine Intervention der EZB ist zum richtigen Zeitpunkt zumindest kurzfristig wirksam. Sollte der Markt aber festere Euro-Kurse akzeptieren, hilft das nicht. Die exportierenden Unternehmen müssen dann mit den neuen Kursen leben.

Die Fragen stellte Henrik Mortsiefer

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