Wirtschaft : Wirtschaft begrüßt den Euro

"Allerdings kein Ersatz für Reformen" / Auch Mittelstand profitiert DÜSSELDORF (HB/Tsp).Unternehmen und Gewerkschaften haben die Euro-Einigung begrüßt.Die gemeinsame Währung böte Chancen für Unternehmen und Arbeitnehmer schrieben die Vorsitzenden der Wirtschaftsverbände BDI, BDA, DIH, ZDH sowie dem DGB in Stellungnahmen für das Handelsblatt.gleichzeitig mahnen sie Reformen am Steuer- und Sozialsystem sowie bei der Beschäftigungspolitik an."Der Euro wird uns Beine machen", meinte der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel.Der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt, erwartet, daß auch der Mittelstand vom Euro stark profitieren werde."Unternehmen können zukünftig ohne Währungsrisiko und ohne Kosten für Währungssicherung und Umtausch in dem großen Euroland agieren.Damit werden sie im internationalen Wettbewerb leistungsfähiger und flexibler", sagt er.Hans Peter Stihl, Präsident des Deutschen Industrie und Handelstages (DIHT) betonte, daß sich durch den Euro der Zahlungsverkehr vereinfache."Das bedeutet: mehr Wettbewerb, mehr Transparenz und mehr Effizienz und deshalb mehr Wohlstand." Der Euro sei kein Ersatz für dringend nötige Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland zu verbessern.Ganz im Gegenteil: "Die Währungsunion muß Teil des Modernisierungsprozesses unserer Volkswirtschaft sein."Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Dieter Philipp, erwartet daß besonders grenznahe Betriebe schnell die Vorteile des Euros beanspruchen werden."Das wird eine Sogwirkung entfalten, der sich das gesamte Handwerk nicht entziehen kann."Für den Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Dieter Schulte, müssen jetzt " Arbeit und soziale Gerechtigkeit zum Mittelpunkt des Europäischen Hauses werden.Wir brauchen eine Wirtschafts- und Strukturpolitik, die konsequent an diesen Zielen ausgerichtet ist und eine Beschäftigungs- und Sozialpolitik, die diesen Namen verdient." Der "Nationale Aktionsplan" der Bundesregierung reiche bei weitem nicht aus.

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