Wirtschaft : Wirtschaft soll um 1,5 Prozent wachsen

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Berlin Die sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gehen davon aus, dass die deutsche Konjunktur im kommenden Jahr schwächer wird. 2005 soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur noch um 1,5 Prozent wachsen. Für dieses Jahr rechnen die Experten mit einem Wachstum von 1,8 Prozent. Das berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf das Herbstgutachten der Institute, das am Dienstag veröffentlicht wird. Deutschland habe den Höhepunkt der konjunkturellen Erholung bereits in diesem Jahr erreicht, zitiert das Blatt aus dem Gutachten. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) aus Berlin sagte dagegen in einem Minderheitenvotum ein BIP-Wachstum von zwei Prozent voraus. DIW-Chef Klaus Zimmermann erwartet als Folge des Reformkurses von Bundeskanzler Gerhard Schröder 2005 spürbare Erfolge. Inzwischen herrsche bei den Unternehmen Sicherheit darüber, dass der Kanzler bei den Reformen standhaft bleibe. „In fünf bis zehn Jahren werden wir wieder ganz oben sein“, sagte Zimmermann dem „Focus“. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hingegen forderte ein staatliches Konjunkturprogramm. „Angesichts der unverändert hohen Arbeitslosigkeit brauchen wir ein kräftiges Investitionsprogramm“, sagte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer der „Bild am Sonntag“dpa

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