Wirtschaft : Wirtschaft wächst auch 2012

Ifo-Institut erwartet ein Plus von 2,3 Prozent

Berlin - Deutschlands Wirtschaft wird in diesem Jahr nicht mehr so rapide wachsen wie 2010. Zwar gehe der Aufschwung weiter, das Wachstum werde nach 3,6 Prozent im vergangenen Jahr aber nur noch bei 3,3 Prozent liegen, heißt es in der neuen Konjunkturprognose des Münchener Ifo-Instituts vom Mittwoch. Bislang war das Haus unter der Leitung von Hans-Werner Sinn nur von knapp zwei Prozent Wachstum ausgegangen. Die Ökonomen gaben aber eine Spanne für die Wachstumsrate an: Im schlechtesten Fall könnte der Wohlstand nur um 2,7 Prozent zulegen, im günstigsten Fall um 3,9 Prozent. Niedrige Zinsen, steigende Beschäftigung und eine robuste Nachfrage aus dem Ausland seien die Stützen des Aufschwungs.

Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin rechnet mit einem etwas schwächeren Wachstum. Im laufenden zweiten Quartal werde es nur zu einer Rate von 0,4 Prozent reichen, nachdem sie im ersten Quartal noch bei 1,5 Prozent gelegen habe. Auf dem Bau sowie im Handel schwäche sich die Dynamik ab, erklärten die Ökonomen.

Von einer neuen Krise kann nach Einschätzung des Ifo-Instituts aber keine Rede sein. Auch 2012 werde es bergauf gehen, die Konjunktur „in etwa das Tempo beibehalten, mit dem sie das Jahr 2011 beendet“, heißt es in der Prognose. Angesichts der schwächeren Weltkonjunktur komme Deutschland aber nur auf ein Plus von 2,3 Prozent. Der private Konsum werde angesichts steigender Löhne an Fahrt gewinnen, hieß es. In diesem und im nächsten Jahr sei mit einem Rückgang der Arbeitslosenzahl um zusammen 555 000 auf 2,68 Millionen zu rechnen. brö

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