Wirtschaft : Wirtschaft warnt vor Handelspiraten aus Osteuropa Zunahme bei Fälschungen und Plagiaten befürchtet

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(dpa). Die bevorstehende EUOsterweiterung wird nach Befürchtungen der deutschen Wirtschaft zu einem erheblichen Anstieg der Marken- und Produktpiraterie führen. „Unterstützt wird nur die organisierte Kriminalität, die solche Fälschungen längst als sprudelnde Einnahmequelle für sich entdeckt hat“, betonte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Donnerstag. Der Wegfall der ehemaligen EU-Außengrenze, besonders zu Tschechien und Polen, werde die Einfuhr von Fälschungen noch leichter machen. Selbst der verstärkte Einsatz mobiler deutscher Zoll-Einheiten werde die bisherigen Grenzkontrollen nicht ersetzen können. Markenfirmen büßten Marktanteile ein. Dem Staat gingen weitere Steuern verloren. Zugleich warnt die Spitzenorganisation der Wirtschaft angesichts der Tabaksteuer-Erhöhungen vor einem weiter blühenden Handel mit gefälschten Zigaretten. Bei solchen „Schnäppchen“ gebe es oft Plagiate mit hohem Nikotinanteil und mangelhafter Filterwirkung. „Was viele Käufer nicht wissen: Sie sparen zu Lasten der eigenen Gesundheit.“ Schon jetzt zeige ein Blick auf die Märkte im grenznahen Bereich, dass dort überwiegend Marken- und Produkt-Plagiate angeboten würden, berichtet der DIHK. Der Zoll beschlagnahmt nach eigenen Angaben vor allem Computerzubehör und sonstige Elektro-Artikel, auch Konsumgüter wie Uhren und Textilien.

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