Wirtschaft : Wirtschaftsförderung: 2550 neue Jobs kommen nach Berlin

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Die Wirtschaftsförderung Berlin GmbH (WFB) ist zufrieden mit dem ersten Halbjahr 2001. 31 Projekte seien erfolgreich abgeschlossen worden, sagte Hans Estermann, WFB-Geschäftsführer, am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung der Halbjahresbilanz. Die geplanten Investitionen belaufen sich auf 238 Millionen Mark. Insgesamt 2550 Arbeitsplätze sollen neu geschaffen werden. Für das zweite Halbjahr und das Gesamtjahr ist Estermann zuversichtlich: "Wir werden die Zahlen des letzten Jahres wahrscheinlich übertreffen." Traditionell würden viele Verhandlungen erst zum Jahresende abgeschlossen. Im Jahr 2000 konnte die WFB 5500 neue Arbeitsplätze in die Stadt holen. Estermann erwartet einen zusätzlichen Schub durch einige Projekte, die aktuell - auch mit nicht weiter genannten Großinvestoren - verhandelt würden.

Die größte Einzelansiedlung des ersten Halbjahrs ist mit gut 500 Arbeitsplätzen die Deutschlandzentrale des weltgrößten Musikkonzerns Universal Music, die von Hamburg nach Berlin-Friedrichshain zieht. Die Eröffnung ist für Juli 2002 geplant. Hinter Universal folgt das Start-up-Unternehmen Jamba, das WAP-Portale für Handys entwickelt. Bis Jahresende sollen dort 120 Menschen arbeiten. Hinzu kommen Telekommunikationsunternehmen wie die britische City Reach, die alleine 50 Millionen Mark in Internet-Infrastruktur investierte. Die Kommunikationsbranchen bilden - gemessen an der Zahl der Arbeitsplätze - den eindeutigen Schwerpunkt bei den Projekten. Insgesamt 1523 Stellen gehen auf ihr Konto. Danach folgen Dienstleistungen mit 730, Bio- und Medizintechnik mit 162 und die Verkehrstechnik mit 135 Stellen. Große Hoffnungen setzen Estermann und die Berliner Wirtschaftssenatorin Juliane Freifrau von Friesen auf die Biotechnologie. Bei der Zahl der Unternehmen, insgesamt 150, sei die Region Berlin-Brandenburg in dieser Branche in Deutschland führend. 2500 Menschen arbeiten dort. Bis 2010 erwartet von Friesen eine Steigerung auf mehr als 200 Unternehmen und etwa 10 000 Beschäftigte.

Die WFB spreche verstärkt Investoren aus den USA an, sagte Estermann. Man profitiere stark von der 1999 begründeten strategischen Allianz mit dem größten amerikanischen Stromkonzern Mirant. Eine Kooperation mit dem französischen Mischkonzern Vivendi laufe erst langsam an.

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