Wirtschaftskriminalität : Fondsmanager soll Banken betrogen haben

Ein studierter Psychologe und Fondsmanager aus Aschaffenburg sitzt in Untersuchungshaft. Er soll Institute wie Barclays und BNP Paribas um 200 Millionen Euro geprellt haben. Mit dem Geld finanzierte er Flugzeuge, Hubschrauber und Grundstücke

Würzburg/Aschaffenburg - Ein Hedgefonds-Manager aus Aschaffenburg soll internationale Großbanken um etliche Millionen Euro erleichtert haben. Der 50-Jährige studierte Psychologe Helmut K. wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft Würzburg vom Donnerstag bereits am Vortag festgenommen.

Er soll Institute wie Barclays und BNP Paribas um mehr als 200 Millionen Euro betrogen und mit deren Geld unter anderem einen Helikopter, zwei Flugzeuge, Häuser in Florida und ein Grundstück in Aschaffenburg finanziert haben. Das Geld der Banken soll weitgehend verloren sein. Der Manager sitzt derzeit wegen Untreue- und Betrugsverdachts in Untersuchungshaft. Der Würzburger Staatsanwaltschaft zufolge ist der Fondsmanager für den in der Karibik registrierten Fonds K1 Global Sub Trust verantwortlich. Er habe gegen die mit einer englischen und einer französischen Bank vereinbarten Anlagerichtlinien verstoßen und „Gelder in mehrstelliger Millionenhöhe abredewidrig verwendet“.

Die Finanzaufsicht Bafin hat den Tatverdächtigen seit 2001 im Visier. Der 50-Jährige war unter anderem bereits 2001 aufgefallen, weil er ohne Erlaubnis Gelder von Kunden einsammelte, verwaltete und anlegte. Dies wurde ihm damals untersagt. Dem folgten weitere Verfahren, eines ist noch anhängig. Ob auch deutsche Anleger von den angeblichen Machenschaften des Managers betroffen sind, war zunächst unklar. dpa

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