Wirtschaftskrise : Guttenberg reist für Opel nach Arabien

Der Wirtschaftsminister sucht einen Investor und macht damit ein mögliches finanzielles Engagement des Scheichtums bei Opel zur Chefsache.

Frankfurt am Main/Dubai - Im Ringen um eine Zukunft für Opel forcieren Politik und Management ihre Suche nach einem neuen Investor. Nach Informationen des „Handelsblatts“ aus Branchenkreisen und arabischen Investoren könnte eine Reise von Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) nach Abu Dhabi bevorstehen. In Dubai hieß es, der Minister könnte schon in der nächsten Woche fahren. Sprecher des Ministeriums und von Opel wollten dazu keine Stellung nehmen.

Zu Guttenberg macht damit ein mögliches finanzielles Engagement des Scheichtums bei Opel zur Chefsache. Zuvor hatte bereits der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) Scheichs als Investoren umworben.

Nach Worten von GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster redet das Unternehmen derzeit mit mehreren Interessenten. Nach einer Umfrage des „Handelsblatts“ hatten aber bereits am Wochenende der Staatsfonds Aabar sowie der größte Staatsfonds der Welt, die Abu Dhabi Investment Authority (Adia), als auch die dort beheimatete Investmentgesellschaft Mubadala abgewunken. So herrscht unter Experten weiter Rätselraten, wer der arabische Investor sein könnte. Im März war bereits der Emir von Katar, Hamad Bin Chalifa al-Thani, mit 9,1 Prozent bei Daimler eingestiegen.

Opel braucht nach Angaben der Konzernmutter GM rund 3,3 Milliarden Euro an staatlichen Hilfen sowie einen neuen Investor, um das Überleben zu sichern.

Opel-Gesamtbetriebsrat Klaus Franz äußerte sich zurückhaltend über einen möglichen Investor aus Abu Dhabi. Derartige Spekulationen zum jetzigen Zeitpunkt seien kontraproduktiv, sagte er. Dadurch würden potenzielle Investoren eher abgehalten. bac/hz/str (HB)

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