Wirtschaft : Wirtschaftsnachrichten: Fünf US-Plattenfirmen wegen möglicher Preisabsprachen verklagt

Constantin führt den Markt

Die Constantin Film hat im ersten Halbjahr als Verleiher mit neun Filmen 15,8 Millionen Besucher in die deutschen Kinos gelockt. Mit einem Anteil von 23,8 Prozent sei das Unternehmen damit Marktführer, teilte die Constantin Film AG (München) am Mittwoch mit. Der Umsatz sei auf 125,1 Millionen Mark mehr als verdoppelt worden. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen kletterte in den ersten sechs Monaten um 13 Millionen auf 10,4 Millionen Mark.

Gold-Zack verkauft mehr

Die Gold-Zack AG hat im ersten Halbjahr 2000 ihr Wachstum beschleunigt. Die Einnahmen kletterten um 108 Prozent auf den Rekordwert von 242,4 Millionen Mark, wie das Beteiligungsunternehmen mitteilte. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 115 Prozent auf 216,9 Millionen Mark. Beim Gewinn nach Steuern hat Gold-Zack in den ersten sechs Monaten diesen Jahres mit 147,6 Millionen Mark bereits den Wert des gesamten Vorjahres um 30 Prozent übertroffen.

Rekord bei Gildemeister

Die Gildemeister AG hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf 339,6 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit habe sich von 13,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 15,4 Millionen Euro erhöht, teilte der Maschinenbauer mit. Der Auftragseingang legte um 40 Prozent auf 451,1 Millionen Euro zu und erreichte damit Rekordniveau.

Douglas baut aus

Die Hagener Douglas Holding hat ihren Umsatz in den ersten sechs Monaten gesteigert und kräftig in den Geschäftsausbau investiert. Die Erlöse legten um 12,8 Prozent auf gut zwei Milliarden Mark zu. Dabei entfielen 1,6 Milliarden Mark (plus 12,2 Prozent) auf das Inland. Konkrete Ertragszahlen nannte Douglas nicht. Das Betriebsergebnis liege aber über dem des Vorjahreszeitraums.

Plattenfirmen verklagt

28 Bundesstaaten der USA haben fünf große Plattenfirmen von EMI bis Bertelsmann Music Group (BMG) wegen möglicher Preisabsprachen auf dem US-Markt für Musik-CDs verklagt. EMI erklärte am Mittwoch in London, die beanstandete Preispolitik sei legal. Das Unternehmen werde sich vehement gegen die Vorwürfe zur Wehr setzen. In dem Verfahren geht es demnach um die Vorgaben von Mindestpreisen (minimum advertised price) durch die Plattenfirmen. EMI zufolge hatten sich die Firmen bereits im Mai mit den US-Kartellbehörden gütlich geeingt, um eine gerichtliche Auseinandersetzung zu verhindern. Die beanstandeten Preisvorgaben seien seit 19. Juni nicht mehr in Kraft.

Sartorius wiegt mehr

Der Filtrations- und Wägetechnikhersteller Sartorius AG (Göttingen) hat im ersten Halbjahr 2000 seinen Umsatz durch Zukäufe kräftig gesteigert und auch beim Gewinn zugelegt. Im Konzern klettere das Ergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 6,2 Millionen Euro.

EU beobachtet Vivendi

Die Fusion der europäischen Medienkonzerne Vivendi und Canal Plus mit der kanadischen Seagram-Gruppe stößt bei der EU-Kommission auf Hindernisse. Die Kommission erklärte am Mittwoch, sie benötige von den beteiligten Firmen zusätzliche Informationen über den geplanten Zusammenschluss. "Brüssel hat einen Fragenkatalog aufgestellt, den wir bis Ende August beantworten müssen", sagte ein Vivendi-Sprecher in Paris. Mit einer Entscheidung der Kommission, die ursprünglich für den 21. August vorgesehen war, werde nun Mitte September gerechnet.

Netscape warnt Surfer

Der US-Softwarekonzern Netscape hat vor einer möglicherweise schwer wiegenden Sicherheitslücke im Internet-Browser Navigator gewarnt. Wie das Unternehmen mitteilte, können Navigator-Nutzer ihre Computer unfreiwillig für Hacker-Zugriffe öffnen, wenn sie Websites aufsuchen, auf denen ein von Internet-Piraten erdachtes Programm aktiv ist. "Unsere Ingenieure arbeiten noch daran, aber wir denken, dass wir ein Problem haben", sagte Netscape-Sprecher Andrew Wenstein zur Warnung für die Kunden.

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