Wirtschaft : Wirtschaftsprüfung: Vorwürfe gegen KPMG entkräftet

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Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG sieht sich sowohl bei Holzmann als auch bei Flowtex aus dem Schneider. "Von allen im Fall Holzmann gegen uns erhobenen Vorwürfen ist nichts übrig geblieben. Wir haben anständig geprüft", sagte KPMG-Vorstandssprecher Harald Wiedmann am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz.

Wiedmann fühlt sich in seiner Einschätzung dadurch bestätigt, dass eine Prüfung der KPMG durch die Unternehmensberatung Ernst & Young keinerlei Mängel ergeben und die hohe Qualität der KPMG-Arbeit bestätigt habe. Und dass das Geschäftsjahr 2000 dank der starken Kundenbindung ein neues Rekordergebnis gebracht hat. Der Umsatz von KPMG Deutschland kletterte im vergangenen Jahr um rund 27 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Wichtigster Bereich war die Wirtschaftsprüfung (WP) mit einem Umsatz von rund 567 Millionen Euro. Dank deutlich höherer Tantiemen für die Partner sank der Jahresüberschuss allerdings von 13,1 auf 9,6 Millionen Euro. "Unsere Mandanten haben in einem schwierigen Jahr zu uns gehalten", sagt Wiedmann. Damit ist der deutsche KPMG-Ableger mit seinen derzeit rund 8300 Mitarbeitern, ein Plus von etwa 20 Prozent, weiter die Nummer drei unter den Landesgesellschaften des Unternehmens. Die Vorfälle bei Holzmann als auch bei Flowtex hatten KPMG als erste WP-Gesellschaft in Deutschland nicht zu einer freiwilligen Prüfung des eigenen Unternehmens, dem so genannten Peer Review, sondern auch zur Einberufung eines Beirates veranlasst.

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