Wirtschaftswachstum : Industrie: Berlin schrumpft, Brandenburg wächst

Während der Umsatz der Berliner Industrie im Jahr 2008 zurückgegangen ist, verzeichneten die Brandenburger Betriebe ein deutliches Plus.

BerlinNach vorläufigen Berechnungen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg erwirtschafteten die Berliner Industriebetriebe im vergangenen Jahr 27,83 Milliarden Euro. Das sind 6,4 Prozent weniger als 2007. In die Statistik fließen alle 362 Berliner Produktionsbetriebe ein, die mindestens 50 Mitarbeiter haben. Positiv hat sich 2008 die Zahl der Beschäftigten entwickelt: In der Berliner Industrie arbeiteten im Jahresdurchschnitt 87.000 Mitarbeiter, das ist ein Plus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Umsätze im In- und Ausland entwickelten sich sehr unterschiedlich: Während die Inlandsumsätze um 13,6 Prozent auf unter 17 Milliarden Euro sanken, legte das Auslandsgeschäft um 7,2 Prozent auf fast elf Milliarden Euro zu. Einige Branchen entwickelten sich gegen den Trend positiv: Der Maschinenbau und die chemische Industrie steigerten ihren Umsatz 2008 um jeweils gut sechs Prozent. Einen Einbruch von 30 Prozent verzeichnete dagegen das Ernährungsgewerbe, zu der die Tabakverarbeitung als wichtigste Teilbranche zählt. Den Statistikern zufolge ist dies überwiegend durch rechtliche Neuordnungen von Betrieben begründet.

Anders als die Hauptstadt verzeichnet die Brandenburger Industrie für 2008 ein Umsatzplus. Nach vorläufigen Berechnungen stieg der Umsatz der 434 Industriebetriebe ab 50 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten stieg hier prozentual noch stärker als in Berlin, um 4,1 Prozent auf 75 800. Auch die Auftragslage beider Länder hat sich zum Jahresende unterschiedlich entwickelt. In Berlin gingen die Anfragen zurück, die Brandenburger verzeichneten mehr Aufträge. avi

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