Wirtschaft : Wirtschaftswachstum: Optimistische Prognosen der EU-Wirtschaftsminister

Der Internationale Währungsfonds erwartet Presseberichten zufolge einen deutlichen Dämpfer für das Wirtschaftswachstum in Deutschland. Danach wird in diesem Jahr nur noch mit einem Zuwachs von 1,9 Prozent gerechnet, wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtete. Die Prognose läge noch unter der jüngsten Vorhersage der deutschen Wirtschaftsinstitute von 2,1 Prozent. EZB-Präsident Wim Duisenberg widersprach Äußerungen, wonach sich die Euro-Finanzminister mehrheitlich für eine Senkung der Leitzinsen ausgesprochen hätten.

Die EU-Minister betonten auf dem informellen Rat der Finanzminister in Malmö, sie sähen in der abgekühlten US-Konjunktur keine unmittelbare Gefahr für das Wachstum der EU. EZB-Präsident Wim Duisenberg wies zwar darauf hin, dass die EU "nicht immun gegen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten" sei. Aber Europa mit seinen rund 370 Millionen Einwohnern sei eine derart große und autonome Region, dass die Auswirkungen äußerer Entwicklungen eher gering seien.

Die korrigierte IWF-Prognose ist ein deutlicher Schritt zurück: Im September waren die Ökonomen noch von einem Wachstum von 3,3 Prozent in Deutschland in diesem Jahr ausgegangen und im November von 3,1 Prozent. Für 2002 rechneten die Volkswirte mit einem Plus um 2,6 Prozent, berichtete das Magazin unter Berufung auf den World Economic Outlook, der kommenden Donnerstag veröffentlicht werden soll.

Laut der "Börsen-Zeitung" wird der IWF auch seine Prognosen für Europa zurücknehmen. Für die EU und den Euro-Raum werde ein Wachstum von jeweils 2,4 Prozent vorausgesagt. IWF-Chef Horst Köhler habe noch Anfang April 2,5 Prozent angekündigt und damit die Prognose erneut nach unten korrigiert, die bereits von 3,4 Prozent im Herbst 2000 auf 2,7 Prozent gesenkt worden war.

Bundesfinanzminister Hans Eichel sagte, es gebe bei den Konjunkturaussichten für Europa "Anlass zu einem realistischen Optimismus". Das Wachstum in der Eurozone übersteige jenes der beiden anderen globalen Währungsblöcke. Zudem halte sich die Anfälligkeit der Eurozone für die Abkühlung der Konjunktur in den USA in Grenzen".

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben