WO DER KONZERN STEHT : Mäßige Zahlen und große Pläne

Die Branchenkrise und der Trend zu Elektroautos

zwingen den BMW-Konzern zum Umdenken. Mehr Kleinwagen, Frontantrieb und Baukastensysteme sollen die Münchner global an der Spitze des Premiumsegments halten, kündigte BMW am Mittwoch bei der Bilanzvorlage an. 2011 werde auf Basis der 1er- Reihe eine mindestens 600 Fahrzeuge starke

Elektroauto-Testflotte in Leipzig gebaut, sagte Vorstand Klaus Draeger. Nach der ähnlich großen Elektroflotte der Marke Mini – 100 Exemplare fahren allein in Berlin – ist das der letzte Schritt vor dem Start der Serienproduktion von E-Fahrzeugen ab 2012. Den Flottenausstoß von Kohlendioxid will BMW bis 2020 um ein Viertel senken. Heute liegt der Wert in Europa bei 150 Gramm CO2 je Kilometer. Für 2010 hat sich BMW vorgenommen, zu profitablem Wachstum zurückzufinden. 2009 sank der Absatz der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce um gut ein Zehntel auf 1,25 Millionen Autos. Der Konzernumsatz sank um knapp fünf Prozent auf 50,7 Milliarden Euro. Unterm Strich blieben 210 Millionen Euro Gewinn übrig – gut ein Drittel weniger als im Vorjahr.

Trotzdem stiegen die Bezüge des BMW-Vorstands um 2,7 auf 10,7 Millionen Euro, den Mitarbeitern wurde eine Nullrunde beim Bonus verordnet. Für 2010 kündigte BMW einen Absatz von über 1,3 Millionen Fahrzeugen und steigende Profite an. Getragen werden soll der Aufschwung von 17 neuen oder überarbeiteten

Modellen. Gut eine Milliarde Euro will BMW in die deutschen Werke investieren. Thomas Magenheim

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