Wirtschaft : Wohnungsbau auf dem tiefsten Stand seit 1990

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In Deutschland werden im siebten Jahr in Folge weniger Wohnungen gebaut. Im laufenden Jahr würden nur noch 335 000 Wohnungen fertiggestellt, teilte der Direktor des Verbandes der Landesbausparkassen (LBS), Hartwig Hamm, gestern in Berlin mit. Dies sei ein Rückgang um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Baugenehmigungen sei mit 290 000 auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Für das kommende Jahr rechnet Hamm mit nur noch 260 000 Genehmigungen im Bundesgebiet. Auf dem Höhepunkt des Baubooms 1994 waren es noch 713 000 gewesen. Da der Bedarf nach Wohnraum in Zukunft steigen werde, "ist es nur eine Frage der Zeit, bis es zu Engpässen kommen wird" , sagte Hamm. Er forderte die Politik auf, aktiv zu werden, damit es nicht wie in den 80er Jahren zu einer Wohnungsnot komme. Eine ausschließlich auf Erhaltung des aktuellen Bestandes gerichtete Wohnungsbaupolitik sei ebenso gefährlich wie die diskutierte Kürzung der Eigenheimzulage.

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