Wirtschaft : Wowereit fordert mehr Eigeninitiative Generationswechsel bei der IHK

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Berlin (nh). Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, hat Unternehmer aufgefordert, mehr Eigeninitiative zu zeigen. „Wir müssen von der Frage ’was tut die Politik’ zu der Frage kommen ’was tut die Wirtschaft’“, sagte Wowereit am Dienstagabend bei der Abschlussveranstaltung zum 100jährigen Bestehen der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Berlin.

2002 sei ein „turbulentes Jahr“ für Berliner Unternehmer gewesen, sagte Wowereit. Die Stadt könne aber auch Erfolge als Wirtschaftsstandort vorweisen, etwa Unternehmensansiedlungen wie MTV oder Coca-Cola. Der Regierende Bürgermeister lobte die Anstrengungen der Wirtschaft bei der Ausbildung: „Ich bin dankbar für jedes Unternehmen, gerade bei den kleinen und mittleren, das Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt hat.“ Auch IHK-Präsident Werner Gegenbauer nannte Ausbildung eine zentrale Aufgabe. Berlin erwarte von der Politik aber Planungssicherheit.

Zentrales Thema des IHK-Abends war der Ausblick in die Zukunft: Vertreter von Wirtschaft, Politik und Kirche diskutierten, wie Unternehmer Entscheidungen treffen könnten, ohne die Zukunft genau zu kennen. Eckard Minx, Leiter der Forschungsgruppe Gesellschaft und Technik bei Daimler-Chrysler, warnte davor, absehbare Entwicklungen zu ignorieren, etwa Globalisierung und zunehmende Migration. Jan Eder von der IHK Berlin forderte, den oft engen Blickwinkel im Unternehmen durch Anstöße von außen zu erweitern. Eder war am Dienstag von der Vollversammlung als neuer Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin bestätigt worden. Er löst damit zum 1. Januar 2003 Thomas Hertz ab.

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