Wirtschaft : Wowereit hofft auf Siemens

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Berlin - Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hofft, dass Siemens seine neue Sparte „Infrastruktur und Städte“ nach Berlin holt. „Berlin hat gute Voraussetzungen. Wir sprechen darüber mit Siemens, schon jetzt ist das Unternehmen einer der größten Arbeitgeber der Stadt. Wir hoffen, dass wir die Stärken von Berlin in der Standortentscheidung des Konzerns ausspielen können“, sagte Wowereit dem Tagesspiegel.

Das Rennen um den neuen Standort ist noch völlig offen. Finanzvorstand Joe Kaeser hatte in einem Tagesspiegel-Interview die Rhein-Ruhr-Region als möglichen Standort genannt. 81 000 Mitarbeiter sind in der neuen Siemens-Sparte beschäftigt, die rechnerisch auf einen Jahresumsatz von 16,5 Milliarden Euro kommt. Berlin ist mit über 12 600 Beschäftigten der weltweit größte Fertigungsstandort von Siemens.

Für den rot-roten Senat wäre eine Entscheidung von Siemens für Berlin ein großer politischer Erfolg. Alle im Abgeordnetenhaus vertretenen fünf Parteien setzen im Wahlkampf einen der inhaltlichen Schwerpunkte auf Wirtschaft, Arbeit und Ansiedlungspolitik. Der Senat hat im vergangenen Jahr den „Masterplan Industriestadt Berlin 2010 bis 2020“ verabschiedet, der unter anderem eine gezielte Ansiedlung von Schlüsselunternehmen vorsieht. Diese sollen weitere Unternehmen in die Hauptstadt bringen. Laut Industrie- und Handelskammer gibt es in Berlin rund 103 000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in 327 Betrieben des verarbeitenden Gewerbes mit über 50 Mitarbeitern. Sabine Beikler

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