WÜSTENSTROMPROJEKT DESERTEC : Araber dürfen mitmachen

Ökostrom

solle dort erzeugt werden, wo es geografisch Sinn macht, betont EU-Kommissar Günther Oettinger gern. Daher unterstützt er auch das Desertec-Projekt, bei dem im großen Stil Solarenergie in Nahost und Nordafrika erzeugt werden soll. Kritiker werfen den beteiligten Unternehmen (darunter Munich Re, Eon, Deutsche Bank) zugleich vor, die Interessen der arabischen Bevölkerungen zu vernachlässigen. Daher hatte der Desertec-Industrieverband Dii 20 Vertreter von Nichtregierungsorganisationen aus neun Ländern als Mitdiskutanten zu seiner Jahreskonferenz geladen, die dieser Tage in Rabat (Marokko) stattfand. Zudem sponserten Bundesregierung, Dii und die Organisation

Germanwatch
den Aktivisten einen Workshop. „Die Menschen verlangen das Recht, die Energiewende in ihren Ländern mitzugestalten, sie wollen nicht nur Empfänger ausländischer Technologien sein“, halten die arabischen Gruppen in ihrem am Dienstag veröffentlichten Fazit fest.

„Wir waren positiv überrascht, dass die Industrie derart direkt den Kontakt zur kritischen Zivilgesellschaft gesucht hat“, sagte Boris Schinke von Germanwatch. kph

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