Wirtschaft : Xerox streicht 500 Stellen

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AUS DEN UNTERNEHMEN

Der Kopiererhersteller Xerox will bis Ende 2004 mehr als die Hälfte der knapp 1000 Stellen in Deutschland streichen. Dies gehe aus einer Information des Betriebsrates an die Mitarbeiter hervor, berichtet das Handelsblatt. Xerox hat dazu noch nicht offiziell Stellung genommen. Wesentliche Aufgaben, die bisher bei der Xerox GmbH in Neuss angesiedelt waren, sollen in den nächsten beiden Jahren an Dienstleister oder neu zu gründende Unternehmen übertragen werden. Am Kapital dieser Unternehmen sollen sich entweder die deutsche Landesgesellschaft oder ihre amerikanische Muttergesellschaft beteiligen, heißt es. Anfang 2002 waren in der Xerox GmbH noch 973 Mitarbeiter beschäftigt, 513 Stellen fallen nun weg. HB

RTL sieht Talsohle erreicht

Der führende europäische Fernsehkonzern RTL Group sieht bei der Schwäche der Werbemärkte die Talsohle in einigen Ländern erreicht, rechnet in Deutschland aber erst im kommenden Jahr mit ersten Anzeichen für eine Erholung. Ihre Marktposition will die zum Bertelsmann-Konzern gehörende Gruppe durch weitere Zukäufe ausbauen. In Großbritannien und den Niederlanden stiegen die Werbeeinnahmen schon wieder, sagte RTL-Chef Didier Bellens am Montag. Der deutsche Werbemarkt, der im ersten Halbjahr 2002 mehr als sieben Prozent schrumpfte, werde wohl erst im Jahr 2003 nachziehen. rtr

Bayer investiert Milliarden

Bayer-Chef Werner Wenning hat Milliarden-Investitionen in Nordrhein-Westfalen angekündigt. Bis zum Jahre 2005 habe der Chemie- und Pharmakonzern 8,5 Milliarden Euro für Investitionen, Instandhaltung und Forschung in NRW geplant, sagte er am Montag anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Werkes Uerdingen. Das seien 85 Prozent der Investitionen für Deutschland insgesamt. In den vergangenen drei Jahren habe der Konzern mit 2,4 Milliarden Euro mehr als die Hälfte in NRW investiert. dpa

Siemens wird überprüft

Das Bundeskartellamt prüft, ob der Münchner Elektronikkonzern Siemens gegen das Behinderungsverbot verstoßen hat. Die kriselnde Netzwerksparte ICN hatte ihre 200 wichtigsten Lieferanten im August schriftlich zu Preisreduzierungen von etwa 15 Prozent und einer Verlängerung der Zahlungsfristen von 30 auf 90 Tage aufgefordert. Für den Fall, dass die Lieferanten dem nicht zustimmten, hatte Siemens mit Konsequenzen gedroht. Unterdessen hat sich Vorstandschef Heinrich von Pierer während eines Ägypten-Besuchs Aufträge im Wert von rund 900 Millionen Euro gesichert. nad

EADS: Keine Übernahme

Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS lehnt eine Übernahme des insolventen Regionalflugzeugherstellers Fairchild Dornier weiterhin ab. EADS sei zwar bereit, eine Gesamtlösung für Fairchild Dornier zu unterstützen, sagte ein Sprecher am Montag in München. „EADS wird Fairchild Dornier aber nicht übernehmen.“ EADS hatte schon zuvor Übernahmegerüchte bestritten. Nachdem Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) von neuen Perspektiven für den Firmensitz Oberpfaffenhofen gesprochen hatte, waren erneut Spekulationen aufgekommen. dpa

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