Wirtschaft : Zabel übt für Frankreich

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Berlin (dpa). Gerade erst hat Erik Zabel bei der Luxemburg-Rundfahrt seinen siebenten Saisonsieg herausgefahren. Jetzt ein bisschen ausruhen? Feiern gar? Dazu bleibt dem Radprofi vom Team Telekom keine Zeit. Zabel tritt ab kommenden Montag bereits wieder wettkampfmäßig in die Pedale, und zwar bei der Deutschland-Tour, die nach ihrer Wiederbelebung 1999 zum vierten Male stattfindet. Der Weltranglisten-Spitzenreiter betrachtet das Rennen als gute Übung für die am 6. Juli beginnende Tour de France. Die Deutschland-Tour führt über insgesamt 1170 km, aufgeteilt in sieben Etappen.

Für Erik Zabel ist die Deutschland-Tour ein gutes Pflaster. Insgesamt gewann er seit 1999 sieben Etappen, im Vorjahr allein drei, und holte sich jedes Mal - wie in den vergangenen sechs Jahren bei der Tour in Frankreich - das Trikot des Punktbesten. „Bei den vielen Fans am Straßenrand ist man zu guter Leistung einfach verpflichtet“, meint Zabel, der im Sprint härteste Konkurrenz in Tom Steels (Belgien) und Olaf Pollack (Gerolsteiner), dem Sieger der Niedersachsen-Rundfahrt, erwarten dürfte.

Das Bonner Team Telekom schickt ohnehin eine starke Mannschaft nach Wiesbaden an den Start. „Natürlich ist diese Rundfahrt für uns von besonderem Prestigewert“, sagt Telekoms Manager Walter Godefroot. Das Team Telekom schickt an Topfahrern neben Erik Zabel auch noch den Vorjahressieger Alexander Winokurow ins Rennen. Winokurow hat im März Paris-Nizza gewonnen und will sich weiter für die Tour de France empfehlen.

Die Sieben-Tage-Tour von Wiesbaden zum Zielort Stuttgart (täglich live in der ARD) ist anspruchsvoller geworden. Das Coast-Team, das noch auf eine Nach-Nominierung für die Tour de France hofft, dürfte der Telekom-Streitmacht in der Gesamtwertung am ehesten Paroli bieten können. „Natürlich wollen wir das Team Telekom ein bisschen ärgern“, lautet die Kampfansage von Coast-Manager Marcel Wüst. Am Start sind der in dieser Saison wieder erstarkte Altmeister Alex Zülle (Schweiz), der Spanier David Plaza, der die Rundfahrt 2000 gewann, und sein starker Landsmann Aitor Garmendia.

Zum ersten Mal ist auf dem sechsten und vorletzten Tagesabschnitt nach Oberstdorf eine Alpen-Etappe (mit dem 1420 m hohen Rietbergpass) im Parcours. Spätestens dort wird wohl die Entscheidung fallen. Besonders hohe Ansprüche an das Fahrvermögen werden aber auch die Königsetappe am dritten Tag mit dem 1240 Meter hohen Kandel im Schwarzwald sowie das 36-km-Einzelzeitfahren in Bad Dürrheim stellen.

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