Wirtschaft : Zähes Ringen um Rolls-Royce

VW und BMW geben Angebote zur Übernahme der Nobelmarke ab MÜNCHEN (dpa/AFP).Zwischen Volkswagen und BMW kommt es zum Kampf um den britischen Luxuswagen-Hersteller Rolls-Royce.Nach Volkswagen hat auch BMW offiziell bestätigt, daß ein Angebot zur Übernahme der traditionsreichen Tochtergesellschaft des britischen Vickers-Konzern vorgelegt wurde.Wie ein Sprecher des BMW-Konzerns am Freitag in München sagte, wurde das Angebot am Mittwoch eingereicht.VW-Chef Ferdinand Piëch hatte berichtet, daß Volkswagen am Dienstag nachmittag seine Offerte abgab.Die beiden Automobilkonzerne nennen keine Details ihrer Angebote für die Rolls-Royce Motor Cars Ltd., Crewe. VW veranschlagt die Gesamtkosten für die Rolls-Royce-Übernahme auf etwa 1,5 Mrd.DM.Der reine Kaufpreis liegt nach einhelliger Ansicht von Branchenkennern deutlich niedriger.Es können aber noch Investitionen zugesagt werden.Zu der Bayerischen Motoren Werke AG (BMW), München, gehört bereits der 1994 erworbene britische Rover-Konzern.Nach Ansicht von Branchenkennern hat BMW gute Chancen im Wettbewerb gegen Volkswagen, weil der Münchner Konzern an Rolls-Royce bereits Motoren und andere Bauteile liefert und sich mit der erfolgreichen Rover-Übernahme Ansehen in Großbritannien verschafft hat.Zudem kann BMW nach eigenen Angaben die Motorenlieferung an Rolls-Royce sofort stoppen, falls das Unternehmen an Dritte verkauft werden sollte.Allerdings tauchten in den vergangenen Tagen auch Gerüchte auf, BMW sei nicht finanzstark genug, um VW zu überbieten.Die Münchener fahren zwar gute Gewinne ein, müssen aber viel Geld für die Umstrukturierung bei Rover aufwenden. Juristisch umstritten ist auch ein mögliches Mitspracherecht des Flugzeugtriebwerkeherstellers Rolls-Royce plc mit der deutschen Tochter BMW Rolls-Royce GmbH beim Verkauf des Luxuswagenherstellers.Vor der EU-Kommission ist ein Verfahren um das Markenrecht Rolls-Royce anhängig. Für den britischen Luxuswagenhersteller Rolls-Royce mit den beiden Marken Rolls-Royce und Bentley hat nach einem Bericht der "Financial Times" auch der frühere Rover-Direktor Kevin Morley ein Angebot abgegeben.Daimler-Benz wird den Angaben zufolge kein Angebot für Rolls-Royce abgeben.Vickers wolle den Verkauf der Tochtergesellschaft Rolls-Royce in den nächsten zwei Monaten abschließen, heißt es.

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