Wirtschaft : Zahl der Übernachtungen steigt um sieben Prozent

Brandenburgs Hotels und Herbergen haben 1999 einen Rekord erzielt. Die Zahl der Übernachtungen stieg nach drei Jahren Stagnation um sieben Prozent auf 7,8 Millionen, wie Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß (CDU) am Montag vor Journalisten in Potsdam sagte. Die Zahl der Gäste sei um 11,5 Prozent auf 2,8 Millionen gestiegen. Im Bundesdurchschnitt seien die Übernachtungen 1999 nur um 4,6 Prozent auf 308 Millionen und die Zahl der Gäste um 5,6 Prozent auf 101,7 Millionen Gäste angewachsen.

Unzufrieden ist Fürniß mit der Auslastung der Hotel- und Herbergsbetriebe. Diese habe 1999 bei 31,6 Prozent gelegen, im Jahr zuvor bei 30,9 Prozent. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sei mit 2,8 Tagen gegenüber 2,9 Tagen des Vorjahres leicht zurückgegangen. Der Minister betonte, um die Auslastung der Betten und die Aufenthaltsdauer der Gäste zu erhöhen, müssten die Dienstleistungen verbessert und der Event-Tourismus ausgebaut werden. Zur besseren Vermarktung regte Fürniß außerdem die Gründung einer Brandenburgischen Tourismusakademie an.

Spitzenreiter unter den Reiseregionen des Landes war der Fläming mit über 989 000 Übernachtungen, gefolgt vom Spreewald mit mehr als 851 000 Betten-Buchungen. Platz drei erzielte das Ruppiner Land mit 820 000 Übernachtungen. Die höchsten Wachstumsraten erreichte Potsdam mit knapp 481 000 Übernachtungen, fast 33 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In der Prignitz stieg die Zahl der gebuchten Nächte um 22,5 Prozent auf rund 287 500. Das Ruppiner Land verzeichnete ein Wachstum von 18 Prozent auf über 820 000. Bei den Wachstumsraten liege Brandenburg an fünfter Stelle der Bundesländer, bei den absoluten Zahlen jedoch an elfter Stelle vor den Stadtstaaten Hamburg und Bremen sowie dem Saarland und Sachsen-Anhalt.

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