ZAHLEN UND FAKTEN : Woher die Grüne Woche ihren Namen hat

„Alle möchten grün werden, wir sind es seit 1926“, sagt Michael Hofer, Sprecher der Messe Berlin, zum Auftakt der Grünen Woche. Die startet am Freitag um 10 Uhr zum 75. Mal. Sie ist damit bei Weitem die traditionsreichste Messe der Stadt. Vor 84 Jahren fand die Grüne Woche zum ersten Mal als lokale Warenbörse in einer 7000 Quadratmeter großen Funk- und Autohalle am Kaiserdamm statt – und war von Anfang an ein Erfolg: Schon damals wollten 50 000 Besucher die Reit- und Fahrturniere, den Saatenmarkt und die Kleintierausstellungen sehen. Die Grüne Woche gilt als weltgrößte Verbraucherschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Ihren Namen verdankt die Messe übrigens nicht der Beschäftigung mit gesunden Lebensmitteln oder klimafreundlichem, nachhaltigem Wirtschaften. Viel mehr waren es die grünen Lodenmäntel der Landwirte und Besucher vom Land, die in den ersten Jahren das Bild der Messe prägten, woraufhin die Berliner von einer „grünen Woche“ sprachen. Auch in diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit mehr als 400 000 Besuchern. 1589 Aussteller aus 56 Ländern präsentieren sich auf 115 000 Quadratmetern. Alle Hungrigen können aus einem Angebot von ungefähr 110 000 Spezialitäten wählen. In den Gartenhallen wird über Produktneuheiten informiert, es gibt Tierschauen, eine Kleingärtner-Sonderschau, ein Fischinformationszentrum und eine Blumenhalle. Insgesamt wird jeder Besucher im Durchschnitt 25 Euro für Kulinarisches und weitere 75 Euro für den Kauf anderer Waren ausgeben. In diesem Jahr ist Ungarn das Partnerland der Messe. In Halle 10.2 zeigt das Land neben der gesamten ungarischen Agrar- und Lebensmittelproduktion auch touristische und kulturelle Highlights. Die Grüne Woche ist vom 15. bis 24. Januar von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am 16., 22. und 23. Januar bis 20 Uhr. Tagestickets: zwölf Euro, ermäßigt sind es sieben Euro. Für Kinder bis sechs Jahre ist der Eintritt frei. klü

www.gruenewoche.de

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