Wirtschaft : Zeit für die Erleuchtung

LED, Halogen- oder Kompaktleuchtstofflampe? Nur neun Modelle überzeugen. Der Testsieger kostet stolze 59 Euro

von
Lichtermeer. Auf der Expo 2010 in Schanghai hing im deutschen Pavillon diese Weltkugel, die mit Tausenden von Leuchtdioden besetzt ist. Foto: ddp
Lichtermeer. Auf der Expo 2010 in Schanghai hing im deutschen Pavillon diese Weltkugel, die mit Tausenden von Leuchtdioden besetzt...Foto: ddp

Durch den flächendeckenden Einsatz von Energiesparlampen könnte man nach Berechnungen der UN den Treibhausgasausstoß mehrerer zehn Millionen Autos einsparen. Durch ihren geringen Verbrauch müssten weniger Öl und Gas verbrannt und weniger Kraftwerke gebaut werden. Zugleich steckt in den Energiesparlampen aber das giftige Schwermetall Quecksilber, das beim Zerbrechen freigesetzt werden kann. Jüngst warnte das Umweltbundesamt besonders Schwangere vor den Dämpfen, die nach dem Bruch entstehen können. Die Stiftung Warentest rät zu Lampen, die statt flüssigem Quecksilber festes Amalgam enthalten. Die Belastung, die beim Zerbrechen der Lampe entsteht, sei dann geringer. Obwohl die Energiesparlampen Quecksilber enthalten, sorgen sie mit ihrem geringen Stromverbrauch dafür, dass deutlich weniger davon über die Schornsteine der Kraftwerke ausgestoßen wird.

Die Stiftung hat 14 Kompaktleuchtstofflampen, zwei Halogenglühlampen und vier LED-Lampen überprüft. Kompaktleuchtstofflampen sind die klassischen Energiesparlampen. Die Halogenlampen sind ähnlich wie die alten Glühbirnen aufgebaut, allerdings steckt ihr Glühdraht in einem mit Gas gefüllten Glaskörper, weshalb sie länger leuchten. Die Licht Emittierenden Dioden strahlen ihr Licht über kleine beschichtete Chips ab.

Die Tester prüften die Lichteigenschaften, etwa Farbwiedergabe und Helligkeit, die Haltbarkeit wie Brenndauer und Schaltfestigkeit sowie Umwelt- und Gesundheitseigenschaften wie die Energieeffizienz.

Die meisten Modelle im Test waren von der Helligkeit her vergleichbar mit 75- oder 100-Watt-Birnen. Klare Favoriten waren die LED. Die besten Noten erhielten die Toshiba E-Core für 15 Euro mit fünf Watt sowie die Philips Econic mit sieben Watt – die aber stolze 59 Euro kostet. Klassische Energiesparlampen sind da preiswerter. Sechs von 14 im Test waren „gut“. Die beste war die Osram Dulux Mini Ball für elf Euro mit Amalgam. Verlierer waren die Halogenleuchten, das Modell von Ikea etwa war teuer im Betrieb und hatte eine kurze Lebensdauer.

Bei LED und bei Halogenlampen ist die Farbwiedergabe besser als bei klassischen Energiesparlampen, bei denen sich etwa rötliche Farbnuancen schlechter unterscheiden lassen. Zudem erreichen sie sofort ihre volle Helligkeit, Kompaktleuchtstofflampen brauchen eine Weile.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben