Wirtschaft : Zeit schinden für die Steuer

Die Frist läuft bald ab: Bis zum 31. Mai müssen Steuerzahler, die zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind, ihre Erklärung beim Finanzamt abgegeben haben. Wer jetzt schon sieht, dass die Zeit knapp wird, sollte rechtzeitig einen Antrag auf Fristverlängerung stellen, rät der Bund der Steuerzahler. Dieser Antrag sollte schriftlich gestellt werden und eine kurze Begründung enthalten, warum die rechtzeitige Abgabe nicht möglich ist. Zudem sollte der Steuerzahler angeben, bis wann er die Erklärung nachreichen wird.

Zwar muss das Finanzamt die Fristverlängerung offiziell genehmigen. In der Praxis sei es aber üblich, die Verlängerung stillschweigend zu gewähren, heißt es. Steuerzahler sollten daher in ihren Antrag folgenden Passus aufnehmen: „Sollte ich nichts von Ihnen hören, gehe ich davon aus, dass die Fristverlängerung stillschweigend gewährt wurde“, rät der Bund der Steuerzahler.

Verpflichtet zur Abgabe einer Steuererklärung sind nach Angaben des Neuen Verbands der Lohnsteuerhilfevereine Arbeitnehmer, die bei mehreren Arbeitgebern tätig sind. Auch wer Lohnersatzleistungen von mehr als 410 Euro im Jahr neben seinem Arbeitslohn bezogen hat, muss eine Erklärung einreichen. Auch wenn ein Freibetrag auf der Steuerkarte eingetragen sind, ist eine Einkommensteuererklärung nötig. Gleiches gilt, wenn man Nebeneinkünfte hatte – etwa Mieteinnahmen oder eine Hinterbliebenenrente. dpa/hej

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