Wirtschaft : Zentralverbandes des Deutschen Handwerks sieht Hauptursache in zu hohen Abgaben und Steuern

Die konsequente Bekämpfung der Schwarzarbeit könnte nach Schätzungen des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) allein in seinem Bereich 650 000 neue reguläre Arbeitsplätze schaffen. Derzeit würden im Handwerksbereich jährlich rund 100 Milliarden Mark am Staatssäckel vorbei erwirtschaftet, sagte ZDH-Präsident Dieter Philipp im Saarländischen Rundfunk. Bei Kosten von etwa 150 000 Mark für einen Arbeitsplatz in diesem Bereich ergebe das ein Potenzial von über einer halben Million Jobs. Das Ausmaß der Schwarzarbeit in Deutschland bezifferte Philipp auf 640 Milliarden Mark. Die Hauptursache sieht der ZDH-Präsident in "zu hohen Steuern und Abgaben". Dadurch komme es zum Beispiel zu hohen Handwerkerrechnungen. "Wenn ein Handwerksgeselle selbst fünf Stunden arbeiten muss, damit er sich eine Kollegenstunde leisten kann, dann stimmen die Verhältnisse nicht mehr."

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