Wirtschaft : Zeppelin-Fundamente in der 360 Meter langen Halle

BRAND .Außer mehreren Containergebäuden war lange nicht viel zu sehen von der künftigen Luftschiffwerft.Doch jetzt werden auf dem früheren Militärflugplatz Brand südlich von Berlin Lagerflächen geschaffen, Stromleitungen gelegt und Kräne aufgestellt."Wir arbeiten mit Hochdruck an den Fundamenten und der dazugehörenden Sockelzone für die Werfthalle", berichtet der Entwicklungsleiter für den Standort, Willi Herrmann, von der Wiesbadener CargoLifter AG.Die Firma will in Brand (Dahme-Spreewald-Kreis) vom nächsten Jahr an den ersten Prototypen eines Transportluftschiffs bauen.Der fliegende Kran kann Lasten bis 160 Tonnen um die ganze Welt bewegen.Gebaut werden soll der Zeppelin in einer Halle, die mit 360 Metern Länge, 200 Metern Breite und 100 Metern Höhe zu den größten der Welt zählt.Fertig betoniert sind bereits die 20 mal zehn Meter großen Gründungsplatten der zehn Bindersockel.Derzeit wird an den Stahlbeton-Sockelwänden gearbeitet.Die ersten ovalen Stahlbögen werden gerade vorgefertigt, im August soll die Montage vor Ort beginnen.

Dann will auch die CargoLifter AG ihren Firmensitz nach Berlin verlegen.In Brand hat sich bereits die Tochter CargoLifter Development GmbH angesiedelt.Die Fachleute aus Deutschland, den USA, Großbritannien und anderen Ländern arbeiten seit Jahresbeginn in den Containerbüros des Airship Design Centers.Ab 2004 sollen 240 Mitarbeiter jährlich vier Zepelline bauen.Die 240 Meter langen und 65 Meter hohen Riesenzigarren werden in Serie produziert.In den Bau der Werft und den ersten Prototypen investiert das Unternehmen 417 Mill.DM, davon ist die Hälfte Eigenkapital.Brandenburg fördert das Vorhaben mit 77 Mill.DM.

Marketingchef Hinrich Schliephack rechnet bei dem Projekt mit einem gewaltigen Besucherinteresse."Pro Jahr werden sich etwa 260 000 Menschen die Luftschiffwerft ansehen", sagt er.Für die Zuschauerströme soll am Rande des Werftgeländes ein 25 Hektar großes Besucherzentrum entstehen.Zuerst wird ab Mitte Juni ein ehemaliger Flugzeug-Unterstand ausgebaut und durch eine bogenförmige Konstruktion aus Stahl und Glas erweitert.Dort können dann schon im Herbst Ausstellungen gezeigt werden.

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