Wirtschaft : ZF Friedrichshafen: Der Automobilzulieferer erwartet starken Rückgang in USA

Der Automobilzulieferer ZF wird in diesem Jahr stärker als erwartet wachsen und erstmals mehr als zwölf Milliarden Mark Umsatz erreichen. 2001 werde aber vor allem wegen der Einbrüche auf dem Markt für schwere Lastwagen in Nordamerika schwieriger, sagte Klaus Bleyer, Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG am Freitag auf der IAA Nutzfahrzeuge. Für das laufende Jahr rechnet der Hersteller von Getrieben, Lenkungen und Achssystemen mit einem Umsatzwachstum von 17 Prozent von 5,3 auf 6,2 Milliarden Euro (12,1 Milliarden Mark). Produktinnovationen und eine überproportionale Umsatzsteigerung in Nordamerika trügen dazu wesentlich bei. Das operative Ergebnis (Vorjahr 532 Millionen Mark) werde überproportional wachsen.

Im kommenden Jahr plant ZF nur noch ein Umsatzwachstum von zehn Prozent, was Bleyer ein anspruchsvolles Ziel nannte. Der Bereich Nutzfahrzeuge werde dieses Ziel sicher nicht erreichen, so dass die anderen Geschäftsbereiche wie das Pkw-Geschäft stärker wachsen müssten. Geplant seien auch weitere Akquisitionen. Der ZF-Chef erwartet, dass der Markt für schwere Lkw im Nafta-Raum (Nordamerikanische Freihandelszone) allein 2001 um 17 Prozent schrumpfen werde. Auch in Europa, wo es in diesem Jahr bei schweren Lastwagen ein Wachstum von sieben Prozent geben werde, erwartet ZF einen Rückgang von zwei Prozent. In den ersten acht Monaten des Jahres konnte ZF den Umsatz um 23 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro steigern. Per Ende August arbeiteten in der ZF-Gruppe 36 400 Personen, 3000 mehr als Ende 1999.

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