Wirtschaft : Zu Ostern zahlt Daimler 1200 Euro extra

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Beim Daimler schaffe, das war schon immer etwas besonderes – wegen der stolzen Marke, wegen der relativen Arbeitsplatzsicherheit und wegen der ordentlichen Löhne. In diesem Jahr bekommt jeder der 143 000 Mitarbeiter der DaimlerChrysler AG in Deutschland eine Ergebnisbeteiligung von 1200 Euro.

Ausgezahlt wird im April, sozusagen ein Ostergeschenk des Arbeitgebers. Der Betrag liegt über dem, was das Unternehmen eigentlich auf der Grundlage einer Betriebsvereinbarung ausschütten müsste – und unter dem, was die Beschäftigten im vergangenen Jahr bekamen. Obwohl das Konzernergebnis damals deutlich schlechter war, gab es für 2001 eine Prämie von 1350 Euro pro Kopf.

Den Widerspruch erklärt das Unternehmen mit der „komplexen“ Berechnung der Prämie, wozu im Wesentlichen die Ergebnisse der deutschen Mercedes-Sparten herangezogen werden. Und da der Lkw-Bereich noch immer mit den roten Zahlen kämpft und in Europa der Absatz sinke, sei nicht mehr für die Mitarbeiter drin gewesen.

Die 7500 Auszubildenden in den deutschen Daimler-Chrysler-Werken bekommen keine Ergebnisbeteiligung sondern stattdessen eine „betriebliche Sonderzahlung“: Für die jungen Leute im ersten Lehrjahr gibt es 400 Euro, im zweiten Lehrjahr 700 Euro. Das ist mehr, als die 86 000 Mitarbeiter der Chrysler-Group bekommen: Im Schnitt gibt es für die amerikanischen Kollegen 460 Euro. Es ist die erste Prämie seit dem Jahr 2000, als Chrysler in die roten Zahlen stürzte. Der Daimler-Chrysler-Betriebsratschef Erich Klemm gibt sich „rundum zufrieden“. Mit der Auszahlung honoriere die Unternehmensleitung „die große Leistung und Anstrengung der Belegschaft im vergangenen Jahr“. Zufrieden sein können auch die Aktionäre. Sie sollen für 2002 eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie bekommen. Das ist immerhin eine Steigerung um 50 Prozent. alf

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