Wirtschaft : Zu wenig Export nach Tschechien und Polen

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(dpa). Die ostdeutsche Wirtschaft kann ihre Chance auf steigende Exporte in die künftigen EUMitgliedstaaten Tschechien und Polen noch deutlich ausbauen. Bisher seien die Ausfuhren im Vergleich zu westdeutschen Konkurrenten noch immer viel niedriger, als sie angesichts der geographischen Nähe sein könnten, teilte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung am Mittwoch in Berlin mit. Um den Vorteil voll auszuspielen, müssten Ost-Unternehmen mehr auf innovative Produkte und qualifizierte Arbeitskräfte setzen. An den deutschen Exporten nach Polen und Tschechien hätten die neuen Länder derzeit einen Anteil von 12 bis 13 Prozent, erläuterten die Forscher. Da vor allem Industriegüter ausgeführt würden, sei die ostdeutsche Wirtschaft gegenüber dem Westen im Nachteil. Die Betriebe seien kleiner und hätten knappere Finanzmittel. Für Forschung und Entwicklung werde weniger investiert. Sinnvoll sei es aber, wenn das Land stärker auf wissens- und forschungsintensive Produkte setze.

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