Wirtschaft : Zu wenig geboten

-

Im Jahr 2003 scheiterte der Versuch des Landes Berlin, seinen damals rund 80prozentigen Anteil an der Bankgesellschaft zu verkaufen. Zum Paket gehörten damals Berliner Bank und Immobilienbereich. Zwar bewarb sich neben privaten Investoren damals zunächst auch eine Gruppe aus dem Sparkassenlager, doch blieben nach langem Tauziehen zunächst nur die US-Gruppe Lone Star von Roger Orf und die BGB Capital Partners (BCP) der Investoren Christopher Flowers und David Bonderman übrig. Die BCP unterbreitete schließlich ein Angebot, das Berlin aber ablehnte. Das Land hatte die Bankgesellschaft 2001 mit einer Kapitalspritze von 1,7 Milliarden Euro über Wasser gehalten. Im Frühjahr 2002 wurde zudem grünes Licht für eine Bürgschaft in Höhe von 21,6 Milliarden Euro gegeben. Nun erhoffte man sich große Einnahmen. Aber das Angebot der BGB hätte mit den dann immer noch beim Land bleibenden Risiken „einen hohen negativen Kaufpreis“ für Berlin bedeutet, sagte Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) im März 2003. dr

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben