Zucker : Kleine Warenkunde

RÜBENZUCKER

In Ländern mit gemäßigtem Klima – vor allem in Europa – wird der Zucker aus Zuckerrüben gewonnen. Die Rübe hat einen Zuckergehalt von 17 bis 24 Prozent und ist damit die zuckerreichste Pflanze in Europa. In Deutschland werden die Zuckerrüben ab September geerntet. Hierzulande arbeiten zurzeit noch 20 Zuckerfabriken (in der EU sind es 104). Zucker (Saccharose) enthält außer Energie keine weiteren Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe oder Ballaststoffe. Ein Gramm Zucker hat vier Kalorien.

ROHRZUCKER

Chemisch besteht kein Unterschied zwischen reinem Rohrzucker und Rübenzucker. Zuckerrohr wird jedoch in tropischen und subtropischen Gebieten angebaut. Die wichtigsten Produzenten sind: Indien, Brasilien, Thailand, China, Australien, Mexiko, Kuba und die USA. Zuckerrohr ist ein Gras mit vier bis sechs Zentimeter dicken Stängeln, die einen süßen Saft enthalten, der zur Zuckerproduktion ausgepresst wird. Der Zuckeranteil in den Stängeln beträgt bis zu 20 Prozent.

FRUCHTZUCKER

Fruchtzucker (Fruktose) ist ein Energieträger, dient als Zellbaustein und ist wichtig für den Stoffwechsel. Natürlichen Fruchtzucker findet man vor allem in Äpfeln, Birnen, Pflaumen, Trauben oder Honig. Auch Kohl und Möhren sind fruktosereich. Industriell erzeugter Fruchtzucker wird aus Maisstärke gewonnen. Der Blutzucker steigt beim Verzehr von Fruchtzucker deutlich langsamer an als bei Rohr- und Rübenzucker, er ist daher für Diabetiker geeignet. Aber rund 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung leiden unter einer Fruchtzucker-Unverträglichkeit.

SÜSSSTOFF

Synthetisch hergestellte Süßstoffe sind praktisch kalorienfrei und haben eine vielfach höhere Süßkraft als Zucker, so dass nur Mengen im Milligrammbereich benötigt werden. Die EU hat insgesamt neun Süßstoffe für Lebensmittel zugelassen: Die höchste Süßkraft hat Neotam. Sie ist je nach Lebensmittelanwendung zwischen 7000 bis 13 000 Mal so hoch wie die Süßkraft von Zucker. Beim üblichen Gebrauch von Süßstoffen lauern keine gesundheitlichen Gefahren, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. vis

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