Wirtschaft : Zufriedene Mitarbeiter im Mittelstand

Anselm Waldermann

Berlin - Die Beschäftigten im Mittelstand sind mit ihrer Arbeit deutlich zufriedener als der deutsche Durchschnitt. Dies geht aus einer Studie des Forschungsinstituts Gallup in Zusammenarbeit mit der Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft (IMW) hervor. Demnach haben 20 Prozent der Mitarbeiter im Mittelstand eine „hohe emotionale Bindung“ an ihr Unternehmen – der Durchschnittswert in Deutschland liegt bei 13 Prozent. „Das ist aber trotzdem kein berauschendes Ergebnis“, erläuterte Wood. So hätten in den USA 29 Prozent der Beschäftigten ein positives Verhältnis zu ihrem Unternehmen.

Nach Auffassung von Gallup ist die Zufriedenheit der Beschäftigten bares Geld wert: „Mitarbeiter mit hoher Bindung erwirtschaften pro Jahr 6500 Euro mehr als Mitarbeiter mit geringer Bindung“, sagte Gerald Wood, Deutschland-Chef von Gallup. Gegenüber Mitarbeitern, die negativ zu ihrer Firma eingestellt seien, betrage der Unterschied sogar 11500 Euro. Er errechne sich aus der geringeren Zahl an Krankheitstagen, besseren Kundenkontakten und weniger Betriebsunfällen.

Während in ganz Deutschland 69 Prozent der Beschäftigten eine geringe Bindung zu ihrer Firma empfinden, sind es im Mittelstand nur 65 Prozent. Eine negative Haltung zu ihrer Arbeit haben deutschlandweit 18 Prozent gegenüber 15 Prozent im Mittelstand.

„Hier müssen Unternehmer ansetzen, wenn sie ihre Lage verbessern möchten“, sagte IMW-Vorstand Udo Strenge. „Wer die Bindung zu seinen Mitarbeitern steigert, kann ohne hohe Investitionen wachsen.“ Der einfachste Weg zu einer höheren Zufriedenheit der Mitarbeiter sei Motivation durch Lob und Anerkennung. „Und das kostet nichts“, sagte Strenge. Für Mittelständler, die die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter steigern möchten, bieten Gallup und die IMW entsprechende Schulungen an.

Mehr dazu im Internet:

www.imw-ev.de

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