Wirtschaft : Zukunft des Spielzeugs: Die Nachfrage nach Holzspielzeug stagniert

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Vor wenigen Jahren hatten Schulkinder noch Freude an Holzspielzeug. Doch seit Mitte der neunziger Jahre haben Computer, Video und Handy die Begeisterung des Nachwuchses für traditionelles Spielzeug gedämpft. Seither stagniert der Anteil von Holzspielzeug am Branchenumsatz zwischen 3,5 und 3,8 Prozent. Die Walter Spielwarenfabrik im schwäbischen Lauchheim produziert Holzspielzeug seit 112 Jahren. Das Sortiment umfasst Babyrasseln, bunte Bauklötze, Tiere zum Ziehen und anderes Spielzeug für Kinder bis fünf Jahren. "Ich maße mir nicht an, dass nur Holzspielzeug pädagogisch wertvoll ist", sagt Peter Walter, der die Firma in der dritten Generation führt. "Aber es schafft Freiraum für Fantasie und die geistigen und körperlichen Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes." Bauklötze kann man anfassen, die virtuelle Welt auf dem Bildschirm bleibt zweidimensional. Vor dem Computer - und sei das Programm noch so kindgerecht - werde das Kind zum Erfüllungsgehilfen von Befehlen. Doch unter www.walter-spielwaren.de ist auch seine Firma im Netz. Allerdings nur mit einem kleinen Angebot. "Wir präsentieren uns dort mit einem Schlag global. Jeder weiß, was wir machen und kann unsere Ideen kopieren." Und noch einen Vorteil hat das Holzspielzeug gegenüber Plastik- und Elektroprodukten: "Unsere Spielwaren können Sie verfrühstücken, da passiert gar nichts. Das Spielzeug wird besser kontrolliert als Nahrungsmittel."

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