Wirtschaft : Zukunft des Spielzeugs: Pro - Warum Rainer Hank seiner Patentochter Holzspielzeug schenkt

Mit einem kleinen Bernhardiner fing es an. Ich gestehe: Die Mutter hatte die Idee, ich könne meiner Patentochter Valerie ein Holztier schenken. Weil sich daraus peu à peu ein ganzer Bauernhof gestalten lässt. Später gab es dann Hühner, Katzen und Schweine. Valerie wurde größer und auch die Tiere wurden größer. Die Vielfalt ist überwältigend: Es gibt den kleinen Bernhardiner (Kopf hoch) und den kleinen Bernhardiner (Kopf tief). Und es gibt den großen Bernhardiner (nur mit einer Kopfhaltung). Die braunen Kälber kann man stehend, liegend, trinkend und rennend kaufen. Dito die schwarzen Kälber. Stiere, Kühe, Pferde und Fohlen kommen in vergleichbarer Vielfalt hinzu. Der Katalog zeigt auch hölzerne Indianer und hölzerne Afrikaner; aber das geht mir zu weit.

Ich muss auch offen sagen: Farben und Formen wirken ein bisschen old fashioned, weil das Design von Margarete Ostheimer mit viel Anthroposophie durchtränkt ist. Aber Valerie, die nichts von Waldorf-Pädagogik weiß, mag ihren Bauernhof. Sagt sie. Die Mutter bestätigt, dass das nicht nur gut erzogene Freundlichkeit gegenüber dem Patenonkel ist. Bei Hanne Kley am Frankfurter Rossmarkt, wo die meisten dieser liebreizenden Viecher zu haben sind, ist das natürliche Sortiment (von Sigikid bis Käthe Kruse) so groß, dass der Verzicht auf Kunststoff keine Entzgugserscheinungen provoziert. Auch die Ostheimer GmbH versteht ihre Tiere als Alternative zur heutigen Plastikwelt. So steht es auf der Homepage, klappt aber leider nicht ganz. Denn bei Valerie kommen zwar die Tiere von Frau Ostheimer. Aber der Bauer und sein Traktor kommen von Playmobil. So ist das eben, in der New Economy.

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