Wirtschaft : Zulieferer unter Globalisierungsdruck

7.Zulieferbörse Berlin-Brandenburg / Wirtschaftsförderung will Leistungsschau privatisieren BERLIN (mot).Zulieferbetrieben aus Berlin und Brandenburg bietet sich am 25.und 26.Februar 1998 in den Messehallen unter dem Funkturm wieder die Gelegenheit, Produkte und Verfahren zu präsentieren und Kontakte zu namhaften Großunternehmen zu knüpfen.Wie die Veranstalter der 7.Zulieferbörse, die Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Länder Berlin und Brandenburg, am Mittwoch mitteilten, liegen bislang Anmeldungen von 170 Ausstellern für gut 1800 Quadratmeter Standfläche vor.Rund zwei Drittel der beteiligten Firmen sind "Stammgäste" der Leistungsschau, 60 Prozent kommen aus Berlin, 28 Prozent aus Brandenburg. Obwohl die Zulieferbörse keine klassische Ordermesse ist, haben nach Auskunft der Veranstalter in den vergangenen Jahren vor allem kleine und mittelständische Betriebe die Börse zum Aufbau neuer Geschäftsbeziehung genutzt.Schwerpunktthemen der diesjährigen Veranstaltung, die wieder durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen und Fachreferaten ergänzt wird, sind die Verkehrstechnik und die Automobilindustrie.Als Ansprechpartner werden unter anderem Einkäufer von BMW, Daimler-Benz, Siemens, Adtranz und den Berliner Verkehrsbetrieben anwesend sein.Zu den Ausstellern zählen die Technologievermittlungsagenturen, die Investitionsbank, die Kammern und die BAO.Die am häufigsten vertretenen Branchen sind die Elektrotechnik und -mechanik, die Automatisierungstechnik, Baugruppen und Metallkonstruktionen.Erwartert werden rund 3000 Fachbesucher. Leonardo G.Noto, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg GmbH, betonte am Mittwoch, die regionale Zulieferindustrie müsse sich noch stärker als bisher als Partner der Großkunden qualifizieren.Die Bildung von Bietergemeinschaften und der Aufbau von Netzwerken sei dringend erforderlich."Global tätige Endproduzenten brauchen global orientierte Zulieferer", sagte Noto.Die Zulieferbörse sei für die wirtschaftliche Ausstrahlungskraft der Region Berlin-Brandenburg sehr wichtig, ergänzte Hans Estermann, Geschäftsführer der Berliner Wirtschaftsförderungs GmbH.Vor allem die Verkehrstechnik entwickele sich zum Standbein regionaler Zulieferer. Die Wirtschaftsförderungs-Gesellschaften wollen Noto und Estermann zufolge die Verantwortung für die Organsation der Zulieferbörse künftig in private Hände übergeben.Interessante Angebote lägen bereits vor.Die Zulieferbörse gehöre nicht zum Kerngeschäft der Wirtschaftsförderer, erklärte Estermann, ein privater Betreiber sei zudem besser in der Lage, auch internationale Aussteller zu akquirieren.Ob sich die Länder Berlin und Brandenburg auch aus der finanziellen Förderung der Zulieferbörse zurückziehen, sei allerdings noch offen.Das Rahmenprogramm und die Subventionierung der Standmieten kosten die Länder in diesem Jahr zusammen 105 000 DM.Berlin wolle weiterhin fördern, in Brandenburg werde darüber noch diskutiert."Die Zulieferbörse wird es auch in Zukunft geben", versicherte Estermann.

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