Wirtschaft : Zum Schutz vor Imitaten

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In Supermärkten, Imbissbuden und in der Gastronomie werden immer häufiger Lebensmittel eingesetzt, die aus billigen Ersatzstoffen bestehen, wie etwa Kunstkäse auf Pizzen oder im „griechischen Salat“. Die Verbraucherzentrale Hamburg gibt Tipps, wie Kunden Imitate erkennen und sich davor schützen können.

IM LADEN

Die Hersteller müssen auf ihren Verpackungen die wichtigsten Inhaltstoffe angeben. Dieses „Kleingedruckte“ muss der Verbraucher allerdings interpretieren. Heißt es etwa auf einer Verpackung „Lebensmittelzubereitung mit Käse“, kann der Kunde davon ausgehen, dass das Produkt eine Mischung aus echtem und aus Kunstkäse enthält.

IM IMBISS

Viele Imitate kommen in Imbissbuden und der Kleingastronomie zum Einsatz. Geschmacklich sind sie nur schwer zu erkennen. Heißt es etwa an einem Bahnhofsimbiss nur „Pizza-Schnitte“, kann die Pizza Kunstkäse enthalten. Im „griechischen Salat“ ist dann unter Umständen auch kein echter Schafskäse, sondern so genannter Analogkäse, der aus billigem Pflanzenfett besteht, oder Kuh- statt Schafsmilch. In der Gastronomie kann der Konsument nur darauf vertrauen, dass ihm kein Imitat untergejubelt wird oder dass der Betrieb von der Lebensmittelkontrolle ausreichend häufig überprüft wird.

SCHWARZE SCHAFE

Doch selbst wenn die Kontrolleure auf Täuschungen stoßen, nennen die Ämter die Namen nicht. Daher wollen Verbraucherschützer das Verbraucherinformationsgesetz ändern. Gerd Billen, Chef des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, fordert, dass die Kann-Vorschrift in eine Soll-Vorschrift geändert wird.

WAS ERLAUBT IST

Grundsätzlich ist in Deutschland alles erlaubt, was als Lebensmittel eingesetzt werden kann und den Hygienevorschriften genügt. Bisher ist auch nicht bekannt, dass Lebensmittelimitate Gesundheitsgefahren bergen. Sie schaden aber dem Vertrauen der Verbraucher, da ihnen minderwertige Inhaltsstoffe untergeschoben werden. AFP/hej

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